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Flora - Elisa Schröder

SPD 17.09.2025 Sitzungen 17/40

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleg*innen! Ich bin überzeugt, jede und jeder von uns hat diesen einen Ort im Saarland, an dem man tief durchatmen kann und sich zu Hause fühlt. Für manche ist das der Blick von der Cloef auf die Saarschleife, für andere der Spaziergang durch den Kirkeler Wald, ein Nachmittag am Bostalsee oder eine Wanderung im Bliesgau. Diese Orte sind nicht nur schön, sie sind Teil unseres Lebensgefühls und Teil unserer saarländischen Heimat. Ich spreche eingangs über eine Institution, die nicht direkt Eigentümerin oder Betreiberin solcher Landmarken ist, die jedoch dafür sorgt, dass solche Landschaften geschützt, gepflegt und durch Projekte im ganzen Land aufgewertet werden, nämlich die Naturlandstiftung Saar. Seit fast 50 Jahren bewahrt sie, was unsere Heimat ausmacht. Mit ihren 50 Jahren ist sie die älteste Naturschutzstiftung Deutschlands und hat eine (Abg. Schröder (SPD)) echte Erfolgsgeschichte. In dieser Zeit hat sie über hundert Schutzgebiete gesichert, seltene Arten bewahrt, Flüsse renaturiert und mit der Naturwacht unzählige Menschen für die Natur begeistert. Darauf können wir im Saarland stolz sein. 50 Jahre sind ein halbes Jahrhundert. Das bedeutet Erfahrung, Wissen und gewachsene Strukturen. Allerdings hat sich unsere Umwelt in dieser Zeit massiv verändert. Klimawandel, Artensterben, Extremwetter - vieles davon war vor 50 Jahren bereits bekannt, aber mit welchem Tempo und welcher Wucht uns diese Entwicklungen treffen würden, war kaum vorstellbar. Für meine Generation ist das tagtägliche Realität. Entsprechend haben sich die Anforderungen an unsere Naturlandstiftung gerändert. Sie hat mehr Projekte, mehr Verantwortung und damit auch mehr Verwaltungs- und Kontrollaufgaben. Getragen wird das in erster Linie von ehrenamtlich Engagierten in den Gremien der Stiftung. Stellvertretend nenne ich die Mitglieder des NABU, des Saarwald-Vereins, der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, der Fischerei und des Bauernverbandes. Sie investieren unzählige Stunden, um unsere Natur zu bewahren und zu schützen. Dafür sage ich Danke. (Beifall von der SPD und der CDU.) Ein Dank allein reicht jedoch nicht. Diese Menschen brauchen die richtigen Strukturen, damit ihre Arbeit erfolgreich bleibt, ohne dass es zur Überlastung kommt. Heute ist die Naturlandstiftung nicht nur die älteste, sondern auch die einzige Stiftung ihrer Art in Deutschland, die noch privatrechtlich organisiert ist. Dieses Modell stößt aber zunehmend an Grenzen, sowohl steuerlich als auch organisatorisch. Mit diesem Gesetz schaffen wir die Möglichkeit, die Saarländische Naturlandstiftung zu gründen. So wird die gesetzliche Voraussetzung für den Vermögensübergang geschaffen. Damit wird nach der potenziellen Auflösung der Naturlandstiftung Saar als Stiftung des bürgerlichen Rechts die Fortführung ihrer gemeinnützigen Zwecke sichergestellt. Das ist ein Schritt, der vom Stiftungsrat begrüßt und unterstützt wird. Unser Ziel ist klar. Wir wollen die erfolgreiche Arbeit der Naturlandstiftung absichern, ihre Strukturen stärken und sie fit für die kommenden Jahrzehnte des Natur- und Umweltschutzes machen. Das schafft klare, verlässliche und moderne Rahmenbedingungen. Damit wird das Ehrenamt entlastet, die Kontrollstrukturen werden verbessert und es wird sichergestellt, dass die breite Beteiligung von Naturschützern, Landnutzern, Kommunen und Verbänden erhalten bleibt. Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Naturlandstiftung hat in den letzten 50 Jahren gezeigt, wie wichtig sie für unser Land ist. Die nächsten 50 Jahre werden nicht leichter, sondern eher schwieriger. Darauf müssen wir die Stiftung vorbereiten. Darum bitte ich Sie um Zustimmung zu unserem Gesetzentwurf. (Beifall von der SPD.)

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