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Friedrich Josef Dörr

AfD 27.08.2025 Sitzungen 17/39

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Die Eltern haben das Recht und die Pflicht, ihre Kinder zu erziehen. Durch die Schulpflicht und andere Gesetze wird dieses Recht eingeschränkt und das Recht auf Institutionen übertragen, zum Beispiel auf die Schule. Wenn ich auf meine Erfahrung zurückblicke, stelle ich zuerst einmal fest - ich habe selbst vier Söhne in den Schulen gehabt -, da waren Gewalt, Drogen und Mobbing oder Extremismus kein Thema. Ich war immer regelmäßig und fleißig in den Elternversammlungen. Da war es kein Thema. Als ich selbst Schulleiter war - ich war das ja, wie Sie wissen, fast 40 Jahre; ich habe Ihnen das ja schon einige Male gesagt -, war das auch kein Thema, weil ich die Sache als Schulleiter sehr ernst genommen und mich in der Verantwortung gesehen habe, dass man - genauso wie ich - die Kinder in die Schule schicken konnte, ohne Angst haben zu müssen, dass sie Drogen nehmen, dass sie verprügelt werden oder andere verprügeln. Ich habe auch dafür gesorgt, dass die Eltern meiner Schülerinnen und Schüler keine Angst haben mussten, dass ihrem Kind etwas passiert, wenn sie es in die Schule schicken. Was ist notwendig, was muss man in der Schule tun? Zuerst einmal muss man konsequent jede Art von Gewalt, wenn sie beginnen sollte, verhindern. Man muss selbstverständlich darauf achten, dass keine Drogen in oder vor der Schule verteilt werden oder Reklame dafür gemacht wird und so weiter und so fort. Man muss als Schulleiter - diese Verantwortung hat man - seine Lehrerkollegen ständig informieren und einbinden, ebenso die Schüler. Wir hatten ja das Fach „Politische Gemeinschaftskunde“. Ich weiß nicht, ob es heute noch so heißt. Ich bin ja jetzt schon mehr als 20 Jahre draußen. Ich habe auch das Wort „Gemeinschaftskunde“ sehr ernst genommen und habe die Kinder immer zusammengenommen und ihnen die Schule erklärt. Ich habe ihnen auch erklärt, wie sie sich benehmen müssen und dass das zu jedermanns Vorteil ist und so weiter und so fort. Auch die Schulgemeinschaft hat diese Sache gelebt. Es kam keine Gewalt auf, es wurden keine Drogen verteilt, es gab auch keine Diskriminierung. Ich habe am Schluss 40 Prozent Kinder ausländischer Herkunft gehabt. Da gab es nie auch nur ein Problem. Jetzt zu der heutigen Debatte und zu den Anträgen. Meine beiden Vorrednerinnen, die ich persönlich schätze, haben heute bei dieser Diskussion sehr wortreich und auch engagiert an der Lösung des Problems vorbeigeredet, weil die Lösung des Problems niemals von außen kommen kann. Man kann von außen als Schule Hilfe in Anspruch nehmen. Im Extremfall ist das die Polizei, um nur ein Beispiel zu nennen. Man hat vielfältige Hilfe von außen. Aber die Arbeit und die Verantwortung müssen in der Schule liegen. Es gibt mehrere Dinge, aber es gibt zwei Dinge, die ich jetzt nur anführen möchte. An dem einen kann man auf Anhieb nicht viel ändern. Das sind die Größen der Schulen. Früher waren die Schulen in der Regel kleiner. Man hat die kleineren Schulen verächtlich als Zwergschulen bezeichnet und hat sie zusammengelegt. Dann ist durch Anonymität sehr viel Problematik entstanden. Kleine Schulen haben da weniger Probleme, aber das kann man von heute auf morgen nicht ändern. Das Zweite kann man von heute auf morgen ändern: Es geht darum, nicht nur von Demokratie zu reden, sondern die Demokratie in der Schule wirklich zu leben. Das geht nicht dadurch, dass man irgendein Gremium hat, in dem der Sozialarbeiter eine Stimme oder keine Stimme hat. Das ist kein Problem. Meistens sind die Abstimmungen sowieso einstimmig. Das Problem ist die Schule selbst. Die Schule selbst muss mehr Selbstständigkeit haben, im günstigsten Falle ist sie ganz selbstständig. Dann weiß die Schule auch, sie muss das selbst regeln, sie kann es auch selbst regeln. Dann wird es Fortschritte in diesem Gebiet geben. Andernfalls wird sich - das wage ich vorauszusagen - leider Gottes nicht viel ändern. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)

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