Hermann-Josef Scharf
Verehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Jedes Jahr erkranken in Deutschland knapp 500.000 Menschen an Krebs. 200.000 Menschen sterben, sie gewinnen den Kampf nicht. Deswegen muss der Kampf gegen Krebs eines der wichtigsten Anliegen in unserem Gesundheitssystem sein. Ich möchte mich heute bei allen Playern sehr herzlich bedanken, die gerade in (Abg. Scharf (CDU)) den letzten Jahren, was den Bereich der Forschung angeht, unendlich viel getan haben. Wir sind auf einem guten Wege, aber es ist noch viel zu tun. (Beifall von der CDU und der SPD.) Ich darf mit dem Kollegen Ulrich Commerçon im Aufsichtsrat der cts, der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken, sein, die Träger eines der größten onkologischen Zentren im südwestdeutschen Raum ist, nämlich der St. Theresia Klinik auf dem Rastpfuhl. Wir können mit Stolz sagen, dass wir auf dem Rastpfuhl in allen Segmenten auf einem hervorragenden beziehungsweise auf dem neuesten Stand sind. Ich habe das Organigramm mitgebracht, damit man es sich mal anschauen kann. (Abg. Scharf (CDU) hält das Organigramm hoch.) Wir haben ein interdisziplinäres und internationales Team. Das will ich deutlich hervorheben. Ich glaube, es sind Ärzte elf verschiedener Nationen. Heute will ich noch einmal eine Lanze für meine syrischen Freunde brechen, aber auch für alle anderen, die hier eine tolle Arbeit leisten. Einen Arzt will ich nennen, Dr. Deryal, der das seit über 30 Jahren mit Herzblut macht. Ich glaube, er hat bis jetzt 30.000 Kinder auf die Welt gebracht. Das ist jemand, vor dem ich mich verneige und den Hut ziehe. Dieses Beispiel möchte ich heute nennen. Wir sind stolz, dass ihr da seid. Bleibt uns gewogen und erhalten. (Beifall von der CDU und der SPD.) Wichtig ist auch die Zusammenarbeit dieser engagierten Mannschaft mit dem Krebsregister. Darauf legen wir größten Wert. Alle wichtigen Informationen werden zunächst auf dem Rastpfuhl nach allen Richtlinien, die von der Deutschen Krebsgesellschaft erlassen sind, erarbeitet und zertifiziert. Diese Dinge gehen nachher an das Krebsregister. Es geht um die internationale Zusammenarbeit. Es ist faszinierend, dass wir es schaffen, an diesem Themenkomplex international zu arbeiten, denn es gibt Dinge, bei denen man das Rad nicht zweimal zu erfinden braucht. Das ist eine wahnsinnig spannende Aufgabe. Ich bin sehr dankbar und froh, dass es jetzt zu dieser Verfeinerung kam. Es ist ein ganz wichtiger Punkt, dass wir es durch die Evaluation geschafft haben, Schwachstellen auszumerzen beziehungsweise zu verbessern, und dass das alles so schnell gelaufen ist und sich alle Bundesländer dazu entschlossen haben, das zu tun. Wir sagen mit Stolz, wir waren im Saarland mit die Ersten, die das Krebsregister hatten, und wir hatten es schon sehr gut in unserer Struktur: Die Dinge, die noch gekommen sind, dienen der Verfeinerung. Das wiederum dient den Menschen, die in großen Hoffnungen sind. Ich will noch etwas erwähnen. Wenn wir auf dem Rastpfuhl sind und spüren, mit welchen Hoffnungen gerade junge Menschen kommen, die es getroffen hat - bei gesundem Lebenswandel, manchmal unerklärlich, aber auf einmal ist der Schicksalsschlag da -, dann sagen wir, ihr seid hier nicht alleine, ihr habt eine gute Mannschaft und ihr habt neben der guten Mannschaft gute Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und sonstige Player, die euch zur Seite stehen. Auch das ist wichtig. Bei aller Kritik, dir wir bezogen auf das Gesundheitssystem manchmal vorbringen, können wir sehr dankbar sein, dass wir das in unseren Breitengraden in einer hervorragenden Art und Weise haben. Ich will heute allen Playern, die dort diese segensreiche Arbeit tun, ein herzliches Wort des Dankes sagen. (Beifall von der CDU und der SPD.) Ich will aber auch klar und deutlich betonen, dass es 200.000 Menschen in Deutschland nicht schaffen. Allerdings können wir auch diesbezüglich sagen, dass sich die Palliativbetreuung der Menschen, die sich auf ihre letzte Reise begeben, gerade hier bei uns in den letzten Jahren verbessert hat. Wir sind gut aufgestellt. Für viele Menschen ist das der wichtigste Punkt. Wenn man fragt, was ihr Wunsch ist, sagen sie, keine Schmerzen haben zu müssen. In den meisten Fällen gelingt es, die Menschen schmerzfrei zu halten. Es gelingt nicht immer. Wir würden den Menschen etwas Falsches mit auf den Weg geben, wenn wir das sagen würden. Aber in den meisten Fällen gelingt es und darüber können wir sehr froh und darauf können wir auch stolz sein. Entsprechendes hat sich durch die gesamte Thematik und Verfeinerung verbessert. Ich möchte noch einen Wunsch ansprechen. Lieber Minister Dr. Magnus Jung, ich weiß, dass das auch dir ein Herzensanliegen war. Wir als Saarland wären froh gewesen, wir hätten es weiterführen können. Es geht um das Impfregister. Die Player aus Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg und meines Wissens Berlin sind ausgestiegen. Wir wollten es weiterführen. Es hing wieder am Geld. Alleine schaffen wir es nicht. Das Impfregister sollten wir nicht aus den Augen verlieren. Ich habe immer noch Hoffnung. Ich war im Deutschen Bundestag Berichterstatter für die elektronische Gesundheitskarte. Das ist zwischenzeitlich schon 16 Jahre her. Auch da habe ich die Hoffnung nie aufgegeben. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Deswegen sollten wir auch bei diesem Themenkomplex weiter dranbleiben. (Vizepräsidentin Baltes übernimmt den Vor- sitz.) Das Impfregister hat sich bestens bewährt. Am Beispiel dieses Registers versuchen wir, deutlich zu machen, dass wir auch das Digitale viel mehr nutzen müssen. Ich wünsche mir, dass wir bei (Abg. Scharf (CDU)) diesen Punkten - das will ich bewusst heute an diesem traurigen Tag sagen - beziehungsweise bei diesem Themenkomplex weiter zusammen im Boot bleiben. Es geht um Menschen, die sehr krank sind und Hoffnung hegen. Ich sage es noch einmal: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn ein gutes Zeichen aus dem politischen Raum kommt, dass wir zusammen an diesen Dingen arbeiten, dann sind wir auf einem guten Weg. Das wünsche ich mir. Dem Gesetz werden wir heute zustimmen. - Herzlichen Dank. (Beifall von der CDU und der SPD.)
