Friedrich Josef Dörr
So sieht es aus. - Wenn ich von mir ausgehe, der bekanntermaßen auch sehr viele nicht deutsche Medien konsumiert und sich sonst wo anschaut, wie Dinge in der Welt beurteilt werden, dann stelle ich fest, dass es mir sehr oft wehtut und ich es vermeiden möchte, das Erste Deutsche Fernsehen und das ZDF einzuschalten, weil sehr viele Dinge sehr einseitig dargestellt werden. Hier zeigt man „Haltung“. Wir brauchen keine Haltung vor denen, die in der Regierung sind. Wir brauchen Haltung für das Volk. In diesem Falle stelle ich von mir aus gesehen eine gewaltige Einseitigkeit fest. (Abg. Dörr (AfD)) Den Saarländischen Rundfunk muss ich ausnehmen. Ich werde nicht mit zwei Zungen reden. Ich habe im Rundfunkrat schon gesagt, dass der Saarländische Rundfunk gute Arbeit leistet und sich im Rahmen des Möglichen bemüht, einigermaßen neutral zu bleiben. Der Ansicht bin ich nach wie vor, obwohl man daran noch arbeiten könnte. Beispielsweise sind die anderen Fraktionen am Montag nach der Pressekonferenz durch ihre Sprecher zu Wort gekommen. Herrn Schaufert und mir hat man das, was wir sagen, in den Mund gelegt. Man hat uns nicht selbst sprechen lassen wollen. So etwas gefällt uns nicht, aber im Großen und Ganzen müssen wir sagen, dass wir mit der Berichterstattung des Saarländischen Rundfunks einigermaßen zufrieden sind. Vor allen Dingen ist auch das, was sonst geleistet wird, für eine kleine Rundfunkanstalt eigentlich erstaunlich. (Abg. Haas (SPD): Ist das peinlich.) Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Saarländische Rundfunk ein Teil der ARD ist und insofern zum Teil in Mithaftung genommen wird. Ich will das jetzt nicht viel länger machen, obwohl ich die Redezeit dazu ausnahmsweise hätte. Es ist mir wichtig, noch eine Sache zu sagen. Wir von der AfD sind für den Saarländischen Rundfunk und auch für dessen Erhalt. Wir sind zudem für eine weitere Verbesserung des Saarländischen Rundfunks. Etwas sage ich jetzt doch noch: Den Saarländischen Rundfunk gab es schon, da gab es die ARD noch nicht, und ihn wird es auch geben, wenn es die ARD einmal nicht mehr geben sollte. (Abg. Commerçon (SPD): Wenn es die AfD nicht mehr geben sollte. - Heiterkeit.) Herr Commerçon ist zu kleinen Scherzen immer gut aufgelegt. Herr Commerçon, ich muss Ihnen allerdings sagen, die AfD betreffend sind wir guten Mutes, was die Wahlen in zwei Jahren angeht. Da sind Sie in einer anderen Situation. Sie müssen jetzt schon gucken, wer wieder kommt und wer nicht mehr kommt. Das Problem haben wir nicht. Wir werden uns verstärken, denn das Volk merkt, wo es hingeht. Das Volk merkt auch, was in fast dreieinhalb Jahren SPD-Alleinregierung in Deutschland und im Saarland wirklich besser geworden ist. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
