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Friedrich Josef Dörr

AfD 07.05.2025 Sitzungen 17/37

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! In drei Minuten ganz kurz, Herr Kollege Raber, aus Ihnen hat der Albtraum, die panische Angst gesprochen, dass sich die CDU aus ihrer Geiselhaft befreit. Aber ich kann Ihnen sagen, der Albtraum wird wahr; es gibt schon Tatsachen. Herr Wagner hat es nicht erwähnt, aber es gibt in Thüringen bereits einen gemeinsamen Beschluss von CDU und AfD vom 10.11.2022, in dem das Gendern verboten worden ist. So etwas gibt es also schon. Wenn Sie, wie Sie eben gesagt haben, dazulernen wollen, dann kann ich Ihnen ganz kurz eine Geschichte erzählen: Zwei Befürworterinnen Ihrer Ansicht saßen zusammen in einer Speisegaststätte, die eine hat zu der ande- (Abg. Dörr (AfD)) ren gesagt: Bist du so freundlich und reichst mir bitte die Salzstreuerin. (Oh-Rufe und Sprechen. - Heiterkeit.) Das können Sie sich auch angewöhnen, in Zukunft zu Salzstreuer Salzstreuerin zu sagen, das wäre weniger diskriminierend. (Heiterkeit und Sprechen.) Bei verschiedenen Leuten ist das ja ein Kampf. Ich sage einmal, jede Frau hat selbstverständlich das Recht, genau wie jeder Mann angesprochen zu werden. Sie werden bei mir auch nie feststellen, dass ich das bewusst unterlasse. Aber dieser Kampf besteht schon seit Jahrzehnten und manche kommen jetzt erst darauf und sind umso fanatischer. Seit Jahrzehnten bemüht man sich auch um Lösungen. Diese Kämpfe werden gelegentlich öffentlich ausgetragen. Ich höre sehr oft France Inter. Ich höre sehr oft Europe 1. (Sprechen.) Da stöhnt irgendjemand. Ich empfehle, diese Sender auch einmal zu hören. Bei France Inter kämpfen sie zum Beispiel. Dann heißt es: Bonjour à toutes, bonjour à tous! Andere sagen nur: Bonjour à tous! Bei Europe 1 sagen sie nur: Bonjour à tous! Das kann man ja auch ins Deutsche übertragen. Das heißt also, dieser Kampf spielt sich überall ab. Aber wenn Sie wirklich etwas tun wollen, dann seien Sie auch so sprachbewusst, dass Sie, wenn Sie zum Beispiel solche Wörter wie Lehrkräfte gebrauchen, dann bitte auch „Lehrpersonen“ sagen, weil es ja keine Kräfte sind. Das sind Personen. Die Männer sind Personen, die Frauen sind auch Personen. Wenn Sie zum Beispiel solche Wörter wie „Expertinnen und Experten“ vermeiden wollen, sagen Sie doch einfach „Fachleute“. Da haben Sie das deutsche Wort. Das versteht sowieso jeder, Fachmann, Fachfrau, Fachleute. Also einfach machen kann man es sich schon, wenn man das will. Der Antrag von der CDU ist ja so schlecht nicht. Wir schließen uns diesem Antrag an und stimmen dafür. (Beifall von der AfD.)

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