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Nadia Schindelhauer

SPD 09.04.2025 Sitzungen 17/36

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Das Saarland, unser Saarland, ist eine wahre Genussregion. Unverwechselbares deutsch-französisches Flair, kulturelle Vielfalt, Premiumwanderwege, Radwege, herausragende Gastronomie machen unser kleines, aber stolzes Land zu einem ganz besonderen Reiseziel. Wer einmal hier war, der weiß, es ist nicht nur die Landschaft, sondern es sind die Menschen, die unsere Heimat so besonders machen, es ist ihre Gastfreundschaft, ihre Herzlichkeit, ihr Herzblut. Tourismus, Gastronomie und Hotellerie sind im Saarland nicht einfach nur Wirtschaftszweige, sie sind Ausdruck unserer Lebensart, unserer Identität, unseres Zusammenhalts. (Beifall von der SPD.) Sie machen unser Land lebendig, in den Städten wie auf dem Land, vom Bliesgau bis zur Saarschleife, von der Völklinger Hütte bis zum Bostalsee. Gerade in Zeiten des Wandels ist es unsere Aufgabe, diese Stärken nicht nur zu bewahren, sondern auch mutig auszubauen. Wir haben viele Gründe, stolz zu sein. Unsere Region hat heute mehr Michelin-Sterne als je zuvor, die Zahl ist von acht auf 12 angestiegen. Das zeigt, wir können bodenständig, aber auch Weltklasse. (Beifall von der SPD.) Mit dem ersten Platz für das Biosphärenreservat Bliesgau beim Wettbewerb „Nachhaltige Tourismusdestinationen“ zeigen wir: Qualität und Nachhaltigkeit gehen bei uns Hand in Hand. Mit unseren barrierefreien Angeboten, Premium-Wanderwegen und modernen Radwegenetzen bieten wir Lebensqualität für alle Generationen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, hinter diesen Erfolgen stehen aber nicht nur schöne Orte und tolle Produkte, hinter diesen Erfolgen stehen Menschen: Die Wirtin, die frühmorgens den Ofen anheizt und am Abend mit einem Lächeln die letzten Gäste verabschiedet. Der Koch, der mit Leidenschaft und Handwerkskunst aus regionalen Produkten wahre Kunstwerke zaubert. Der Hotelier, der seine Gäste mit offenen Armen empfängt, als wären sie seine Familie. Die Auszubildende, die motiviert ist, Tradition und Zukunft miteinander zu verbinden. Sie alle sind das Gesicht unserer saarländischen Gastfreundschaft, und sie geben jeden Tag ihr Bestes, oft auch unter herausfordernden Bedingungen. Sie verdienen nicht nur unseren Respekt, sie verdienen auch unsere tatkräftige Unterstützung. (Beifall von der SPD.) Die Gastro-Branche braucht Engagement, sie braucht Mut und braucht vor allem eines: Investitionen. Deshalb hat die Landesregierung auch gehandelt. 25 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds fließen in ein neues, starkes Mittelstandsprogramm zur Stärkung der Nachhaltigkeit im Gastgewerbe. Das sind 50 Prozent Förderung - bis zu 300.000 Euro Zuschuss pro Betrieb - und eine gezielte Unterstützung für Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Elektromobilität, Gebäudebegrünung und vieles mehr. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, dass unser Wirtschaftsminister Jürgen Barke hier die Verantwortung übernimmt und mit dem neuen Programm einen starken Baustein auf den Weg gebracht hat. (Beifall von der SPD.) Mein ausdrücklicher Dank gilt aber nicht nur ihm, sondern allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Wirtschaftsministerium, die dieses Programm mit großer Kompetenz erarbeitet haben. Der Minister hat gemeinsam mit den Akteuren der Branche genau hingehört, was gebraucht wird, und zielgenaue Antworten geliefert. Das ist aktive Wirtschaftspolitik für den Mittelstand und für unser gesamtes Land, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPD.) Damit es konkret wird, ein Beispiel vorab: Ein traditionelles Gasthaus in St. Wendel könnte beispielsweise dieses Programm nutzen, um die in die Jahre gekommene Heizungsanlage durch eine klimafreundliche Wärmepumpe zu ersetzen, die Küche auf energiesparende Technik umzustellen und zwei Gästezimmer barrierefrei aus- (Abg. Schindelhauer (SPD)) zubauen. So bleibt das Gasthaus ein Ort der Begegnung auch für kommende Generationen. Frank Hohrath vom DEHOGA hat es auch zutreffend formuliert: Das neue Mittelstandsprogramm ist ein wichtiges Signal, auf das die Branche gewartet hat. (Beifall von der SPD.) Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir wissen, Gastronomie ist Herzblut. Sie ist Kultur und sie ist Heimat. Jedes Café, jeder Biergarten, jede kleine Pension trägt dazu bei, dass unsere Städte und unsere Dörfer lebendig bleiben. Doch wir dürfen nicht stehen bleiben. Deshalb setzen wir uns ganz konsequent für die Tourismusstrategie „Saarland 2035“ ein. Ich erwarte auch von der neuen Bundesregierung, dass sie handelt, liebe Kolleginnen und Kollegen. Dazu gehört auch weniger Bürokratie und eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke. (Beifall von der SPD.) Unser Ziel ist klar. Das Saarland soll als unverwechselbare, stolze und gastfreundliche Tourismusregion national wie international glänzen, nicht als Kopie anderer, nein, sondern als das, was wir wirklich sind, authentisch, herzlich und hochwertig. Deshalb laden wir alle ein, Gastronominnen und Gastronomen, Hoteliers, Touristikerinnen und Touristiker, Kommunen, Verbände, denn nur gemeinsam mit ihnen können wir diesen Weg gehen. Tourismus und Gastronomie, das ist nicht nur Wirtschaft, sondern Teil dessen, was unser Saarland ausmacht. Sie verdienen unsere volle Unterstützung. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Gastfreundschaft, unsere Küche, unsere Landschaft und unsere Menschen noch viele Gäste verzaubern. - Vielen Dank und Glück auf! (Beifall von der SPD.)

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