Florian Schäfer
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Ich darf heute mit meinem geschätzten Kollegen Timo Ahr auf den Antrag zum Thema Förderung von Start-ups aufmerksam machen, und zwar im Bereich des Wagniskapitals. Zunächst möchte ich aber auf das von der geschätzten Kollegin Mücklich-Heinrich angesprochene Thema One-Stop-Shop eingehen. In meinen Erörterungen und Erarbeitungen habe ich bei den Wortmeldungen aus der Start-up-Szene eines wahrgenommen: Aktuell gibt es diverse Player auf dem Markt und es herrscht ein gewisses Durcheinander. Das Wirtschaftsministerium stellt sich aber in den letzten Jahren als Ansprechpartner, Netzwerker und Hauptorganisator für die Start-up-Szene zur Verfügung. Wir sind froh und stolz, dass wir mit dem heutigen Antrag einen Schritt weiter in die Richtung gehen, das Wagniskapital zu finanzieren. (Beifall von der SPD.) Heute ist ein guter Tag, um darauf aufmerksam zu machen, dass Menschen mit Motivation, Verantwortung, Flexibilität, Urteilsvermögen, Entscheidungsstärke, Toleranz und Kommunikation es trotz aller Risiken in unserer Gesellschaft wagen, ihr Start-up zu gründen. Gründerinnen und Gründer bilden den Dreiklang mit einem breiten Mittelstand und einer stabilen Wirtschaft. Das ist das Rezept, für das unser Wirtschaftsministerium kämpft und für das wir mit diesem Antrag einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machen wollen. Seit Jahren nehmen wir das Thema der riskanten Wirtschaftslandschaft und der Krisen mit ihren Auswirkungen gerade für den Wirtschaftsbereich und mit den Schwierigkeiten vor Ort in den Betrieben und Unternehmen auch hier im Plenum wahr. Umso wichtiger ist es, sich die Auswertung der einzelnen Studien beziehungsweise den KfW-Gründungsmonitor 2024 anzusehen, der viel darüber berichtet - was hier schon vorgetragen wurde -, was die Start-up-Szene, die Gründerinnen und Gründer benötigen. Es ist jetzt schon abzusehen, dass ein leichter Anstieg wahrgenommen wird. Deshalb ist es, denke ich, umso sinnvoller, an dieser Stelle mit der SIKB in den Wagniskapitalbereich einzusteigen. Die SIKB ist ein wirklich hervorragender Ansprechpartner, mit ihr haben wir jemanden gefunden, der das hervorragend verwalten wird. Darauf sind wir stolz, meine Damen und Herren. (Beifall von der SPD.) Nicht umsonst trägt der Deutsche Startup Monitor 2024 einen besonderen Titel: „Den Blick nach vorne richten“. Bei allen Schwierigkeiten, die wir erleben und sehen, ist es umso wichtiger, als starker Partner an der Seite von Gründerinnen und Gründern zu stehen. Denn sie sind, wie schon erwähnt, der treibende Motor und auch eine gute Kompensation zum Mittelstand. Sie füllen Nischen aus, die von anderen noch gar nicht entdeckt wurden. Sie zeigen den Mut, mit Ideen voranzugehen, und haben die Diversität, die unser Wirtschaftsstandort Saarland braucht. Deshalb ist diese Investition gut und richtig. (Beifall von der SPD.) Die verschiedenen Stränge aus Industrie und Mittelstand zeigen uns eines: Die Unterstützung unserer Start-up-Szene ist wichtig und richtig. Die vorgenannten Programme des Wirtschaftsministeriums in den vorherigen Jahren fanden ihren Anklang in der Start-up-Szene, sie zeigten Erfolg und sorgten dafür, dass Gründerinnen und Gründer mit ihrem Unternehmen weiter nach vorne kamen und den Mittelstand ergänzt haben. Es ist umso wichtiger, das Ganze weiter zu bestärken und zu zeigen: Der Wirtschaftsstandort Saarland, das Wirtschaftsministerium des Saarlandes stehen an der Seite der Gründerinnen und Gründer, dies mit den vorgenannten Netzwerken und der im Antrag genannten Fi- (Abg. Schäfer (SPD)) nanzierungsart, die gewählt wurde. Es ist wichtig, dass der Bund die Sorgen der Wirtschaft aufnimmt. Gerade diese innovativen Menschen haben es verdient, dass die Politik an ihrer Seite steht, sodass wir dank ihres Talents, ihres Ideenreichtums und am Ende dank ihres Wagnisses nach vorne kommen und Deutschland zu einem starken Wirtschaftsstandort und zum Motor Europas machen. Darum ist bei aller Kritik, die im Vorfeld gebracht wird, auch durch den Bericht in unserem Wirtschaftsausschuss eines klar geworden: Es wird jetzt schon stark wahrgenommen, dass man einen Antrag stellen kann, um dieses Wagniskapital zu erhalten. Das ist ein guter Indikator. Ich kann nur noch mal dafür werben, dass man mit seinen Ideen beim Wirtschaftsministerium vorstellig wird und sich das ganze Knowhow und die ganze Palette vorstellen lässt, die für diesen Bereich angeboten werden. Ich will noch auf ein Argument, das anfangs gebracht wurde, eingehen. Ja, es gibt natürlich Gründerinnen und Gründer aus Sparten, die sehr lukrativ sind. Ich glaube, es ist wichtig, gerade die Diversität und die Breite zu fördern, man sollte nicht nur auf ein vielleicht kommendes Klumpenrisiko gehen, wo man den meisten Ertrag hat. Denn genau diese Diversität braucht unsere Wirtschaft. Deshalb ist es richtig, für jeden ein passendes Angebot zu schaffen und nicht nur ein einziges ohne jegliche Spezialität. (Beifall von der SPD.) Liebe Kolleginnen und Kollegen, ob Startkapital, ob Wagnisfinanzierung, unsere Gründerinnen und Gründer im Saarland brauchen Unterstützung. Diese werden sie bekommen und wir fordern sie auch bei der Bundesregierung ein. Denn es ist wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass Wirtschaft und Industrie nur eine Zukunft haben, wenn neue Aspekte dazukommen und wenn neue Unternehmen wachsen. Dafür müssen wir in Berlin stark werben. - Herzlichen Dank. (Beifall von der SPD.)
