Dr. Magnus Jung
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Da ich mir nicht gerne das Wort im Mund herumdrehen lasse, mache ich zum Thema Dunkelfeld noch eine Klarstellung. Die Kritik aus der CDU besagt: Weil eine Statistik fehlt, gibt es ein Dunkelfeld, das aufgedeckt werden muss. (Abg. Schmitt-Lang (CDU): Nein. Das ist jetzt wirklich das Wort im Mund herumgedreht.) Ich habe gesagt, die Vorfälle, die vielleicht nicht in einer Statistik stehen, sind aber vor Ort alle bekannt. Sie werden aufgegriffen, es wird etwas gemacht, sie werden auch gemeldet. Es gibt kein Dunkelfeld, weil jede Maßnahme und jedes Problem, das bekannt ist, auch bearbeitet wird. Das ist das Wichtige. Natürlich kann es auch Vorfälle an Schulen geben, die der Schulleitung oder den Lehrerinnen und Lehrern nicht bekannt sind. Sie kann man auch in keine Statistik aufnehmen und damit irgendwie ein Dunkelfeld abbauen. Das geht nicht. Es kommt darauf an, Schulen sensibel zu machen und Dinge, die man in der Vergangenheit vielleicht nicht wahrgenommen hat, weil man die entsprechenden Strukturen oder Qualifikationen nicht hatte beziehungsweise das in der Schulkultur noch nicht derart etabliert war, zukünftig schneller und besser zu erkennen und die richtigen Hilfen anzubieten. Das ist genau das, was wir mit den Schutzkonzepten und den vielen anderen Maßnahmen, die ich eben beschrieben habe, an den Schulen derzeit umsetzen. Deshalb sind wir dort sicherlich richtig unterwegs und brauchen diese Wortklauberei nicht. - Vielen Dank. (Beifall von der SPD.)
