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Friedrich Josef Dörr

AfD 19.03.2025 Sitzungen 17/35

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Ich habe sechs Minuten Redezeit. Als Erstes möchte ich meiner Kollegin Frau Harenz mitteilen, dass sie wohl eine Gabe der Weitsicht hat und in die Zukunft schauen kann, wenn sie schon weiß, was ich sage. Das stimmt in diesem Fall aber nicht. Als ich noch Schulleiter war, kamen an meiner Schule 40 Prozent der Schüler nicht aus Deutschland. Diese waren genauso wenig oder viel auffällig wie die anderen Schüler. Ich habe nie einen Unterschied bemerkt. Es gab keinen. Aber zum Thema selbst: Es ist aus den Redebeiträgen hervorgegangen, dass man immer auf Hilfe von außen wartet. Einmal soll es das Bildungsministerium sein, dann das Jugendamt, dann die Polizei. Das funktioniert nicht. Das hat in der Vergangenheit nicht funktioniert und das wird auch in Zukunft trotz aller Anträge nicht funktionieren. Die Schule muss ihre Sachen selbst regeln und wenn Defizite bestehen, sodass sie sie nicht regeln kann, müssen diese Mängel beseitigt werden. Die Eltern, hauptsächlich, sind die Erziehungsberechtigten. Sie haben das Recht, ihre Kinder zu erziehen. Sie geben dieses Recht an die Schule ab und sie erwarten mit Recht, dass ihr Kind in der Schule in einem sicheren Raum ist. Sie erwarten, dass das Kind gebildet wird, dass es erzogen wird und Sachen lernt. Sie erwarten vor allen Dingen, dass ihr Kind nicht beschädigt wird, dass ihrem Kind keine Gewalt angetan wird. Ich muss sagen, ich habe die Erfahrungen der letzten Jahre nicht so präsent, aber an meiner Schule gab es kein Gewaltproblem, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Wir haben zuerst einmal das gesagt, was auch Frau Harenz gesagt hat. Wir haben schulintern die Lehrer informiert und ich habe ihnen mein Wissen und Können übermittelt. In der politischen Gemeinschaftskunde haben wir den Teil Gemeinschaftskunde immer sehr stark betont und den Kindern nahegebracht, wie man sich in der Gemeinschaft verhält, was man tut und was man lässt. Hier ein einfaches Beispiel: Wenn irgendwo ein Problem war, waren meist die ersten Zeugen die Schuldigen. Es gibt in der Schule, und da ist das Schulordnungsgesetz wirklich vorbildlich, das muss ich sagen, eine Palette von Ordnungsmaßnahmen. Diese muss man ernst nehmen. Man muss die Lehrer davon überzeugen, dass es wichtig ist, zuerst einen Brief an die Eltern zu schreiben. Das ist die erste Ordnungsmaßnahme, selbst wenn die Eltern den Brief in den Papierkorb werfen. Als Zweites kommt vielleicht eine Maßnahme der Schulleitung wie die Versetzung in eine Parallelklasse. (Abg. Dörr (AfD)) Eine weitere mögliche Maßnahme ist die Klassenkonferenz, bei der der Klassenelternsprecher und der Schulelternsprecher dabei sind. Dort wird die Sache aufgerollt und behandelt. Am Schluss gibt es die Gesamtkonferenz, bei der die Elternvertretung, die Schülervertretung, die Fachlehrer und so weiter alle da sind. Da kann ein Spruch gefällt werden. In der Regel ist bei den Klassenkonferenzen schon Schluss. Dadurch haben die Eltern gemerkt, die Schule nimmt das ernst, und sie haben auf ihre Kinder eingewirkt, ihr Verhalten zu ändern. Ich habe den Extremfall nur einmal erlebt. Damals hat sich ein kräftiger junger Mann über eine gewisse Zeit ein bisschen zu viel rausgenommen. Mit dem musste ich zum Kultusministerium gehen. Die Gesamtkonferenz kann den Antrag stellen, dass ein Schüler sämtlicher Schulen des Saarlandes verwiesen wird, außer der für ihn passenden Förderschule. Wir haben festgestellt, dass wir das anderen Schulen nicht zumuten wollen. Deshalb haben wir diesen Antrag einmal gestellt. Ich muss sagen, dass man im Bildungsministerium immer geneigt war vorzuschlagen, man solle solche Anträge zurückzuziehen. Wir haben das nicht gemacht, wir haben den Antrag gestellt und der Schüler ist der Schule verwiesen worden. Es hat ihm nicht geschadet und die Kinder haben gesehen, dass jemand bestraft worden ist. Es gab eine Erziehungs- oder Ordnungsmaßnahme und Hunderte sind damit erzogen worden. Ich erwarte von Schulleitungen und von der Schule insgesamt, dass sie die Sache selbst in die Hand nehmen. Von außen können sie keine große Hilfe erwarten. Mit der Polizei habe ich immer eine sehr gute Zusammenarbeit gehabt, wenn es um das Schulschwänzen ging, was selten vorkam. Man muss mit den Leuten und den Polizisten reden und mit ihnen vereinbaren, was man macht, dann klappt das auch. Ich halte wenig davon, dass man die Regierung um Hilfe anruft. Die Schule selbst muss das machen. Wenn die Schule nicht in der Lage ist, es hundertprozentig zu machen, muss sie dafür sorgen, dass sie die Möglichkeiten bekommt. Es geht um eine möglichst selbstständige Schule. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)

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