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Julia Harenz

SPD 19.03.2025 Sitzungen 17/35

Auf das Stellenbesetzungsverfahren und die Nutzung von Dienstfahrzeugen will ich an dieser Stelle nicht eingehen. Meine Damen und Herren, wenn Sie mich fragen, war es die richtige Zeit, das LPH aufzulösen und neue Strukturen zu schaffen. (Abg. Schmitt-Lang (CDU): Habt ihr aber nicht!) Es gibt den Landespräventionsrat. Es wurden neue Strukturen geschaffen. Selbstverständlich gibt es auch weiterhin zahlreiche Fortbildungen zum Thema Gewalt im Unterricht, in der Prävention, im digitalen Raum. Das Ministerium für Bildung und Kultur stellt gemeinsam mit dem Bildungscampus Saarland und weiteren Partnern Materialien und Schulungen bereit, um Prävention und Intervention zu stärken. Schulleitungen können sich zum Beispiel zur gewaltpräventiven Kommunikation fortbilden. Angehende Pädagoginnen und Pädagogen werden im Vorbereitungsdienst für den Umgang mit Konfliktsituationen sensibilisiert und bereits im Studium gibt es Angebote dazu. (Abg. Harenz (SPD)) Die CDU fordert eine stärkere Einbindung der Polizei in die Gewaltprävention an Schulen. Wir sind uns einig, dass Schulen eng mit externen Partnern zusammenarbeiten müssen - aber genau das geschieht bereits. Die Vernetzung mit der Polizei, der Schulsozialarbeit, der Schulpsychologie und weiteren Akteuren ist ein zentraler Bestandteil unserer Präventionsstrategie. Wir setzen auf eine ganzheitliche Lösung, die Gewalt nicht nur dokumentiert, sondern gezielt zu verhindern versucht. Wir sind uns einig, dass Gewalt an unseren Schulen, egal in welcher Form, nicht tolerierbar ist. (Beifall von der SPD.) Bevor die AfD gleich versucht, eine Migrationsdebatte an den Haaren herbeizuziehen: Es sind Schülerinnen und Schüler aller Nationalitäten, aller Religionen und aller sozialen Schichten, die zu Täterinnen und Tätern werden. Gleiches gilt für die Opfer. Bei diesem Thema sind wir als Politik, aber auch - wie eben schon gesagt - die gesamte Gesellschaft gefragt. Gewalt hat keinen Platz, weder in unseren Schulen, noch in unseren Gemeinden oder in unserem Land. (Beifall von der SPD.) Wir müssen eine Kultur des Respekts und der Verantwortung fördern, in der jede und jeder Einzelne zählt. Die Herausforderungen sind groß. Wir haben aber bereits bewiesen, dass wir sie angehen: Wir haben in dieser Legislaturperiode den richtigen Weg für eine neue starke Gewaltprävention an Schulen eingeschlagen und unser Antrag geht diesen Weg konsequent weiter. Es gilt, bestehende multiprofessionelle Strukturen zu stabilisieren, die Schulsozialarbeit als etabliertes Angebot zu sichern, die multiprofessionelle Zusammenarbeit zu stärken, das Monitoring der Schutzkonzepte systematisch zu begleiten und die landesweiten Qualitätsstandards zu sichern. Fortbildungsangebote sollen weiterhin bedarfsgerecht angeboten werden und die Wartezeiten für psychologische Unterstützung müssen verkürzt werden. Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte Sie um Zustimmung zu unserem Antrag - für unsere Schulen, für unsere Kinder und Jugendlichen, für ein positives soziales Klima bestimmt von Zusammenhalt, Rücksicht, Toleranz und Respekt. - Vielen Dank! (Beifall von der SPD.)

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