Friedrich Josef Dörr
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! In meiner Ausbildung zum Lehrer gab es Professoren, die immer darauf hingewiesen haben, dass die Pädagogik der Wirklichkeit um circa 30 Jahre nachhinkt. Ich war 45 Jahre Lehrer und konnte feststellen, dass dem so ähnlich ist. Inzwischen muss ich feststellen, dass der Abstand noch größer wird. Jetzt muss man allerdings sagen: So schnell, wie sich die Wirklichkeit der Kinder oder unsere Wirklichkeit überhaupt verändert, so schnell war das früher gar nicht vorstellbar. Das sind Probleme, die auf uns zukommen. Man kann verstehen, dass die Handelnden und Verantwortlichen das nicht sofort zufriedenstellend lösen können. Was die Medien betrifft: Ich habe vor 45 Jahren das Büchlein „Schule, ja bitte“ verfasst. Da habe ich schon Medienkunde als Schulfach verlangt. Das ist 45 Jahre her. Wir haben in der Schule - heute heißt das Förderschule Lernen - in den Achtzigerjahren schon Computer benutzt. Ich habe dabei festgestellt, wie schwierig das ist. Die Lehrer müssen ausgebildet werden, die Geräte müssen da sein. Es gibt so vieles zu bedenken. Wir haben hier auch schon gehört: Es ist ein Unterschied, ob ich einen Kindergarten habe, eine Grundschule, ein Gymnasium und so weiter. Das ist ein sehr schwieriges Thema. In Anbetracht dessen, dass es hier um eine sehr wichtige Sache geht, die unser ganzes Leben beherrscht, und es hier zwei Fraktionen gibt, (Abg. Dörr (AfD)) die sich darum kümmern und Wege nach vorne aufzeigen, wenn wir auch nicht mit allem einverstanden sind, ist es ein Weckruf. Aus diesem Grunde sind wir für beide Anträge, werden aber beobachten, was daraus wird. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
