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Friedrich Josef Dörr

AfD 19.02.2025 Sitzungen 17/34

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! In diesem Fall brauche ich diese Zeit nicht. Mir genügt weniger. Selbst am ernsthaftesten und ernstesten Thema geht man in diesem Hohen Hause nicht vorbei, ohne ungerechtfertigt einen Angriff gegen eine demokratisch gewählte Fraktion zu führen. Herr Minister Jost hat es noch elegant gemacht, indem er gesagt hat, er danke allen Rednern außer einem. (Zuruf von Minister Jost.) Herr Dr. Jung war schon ein bisschen deutlicher und heftiger. Zuerst einmal möchte ich mich bei diesem einen Redner für seinen Beitrag bedanken. (Zuruf von der SPD: Für was?) Zweitens möchte ich Herrn Dr. Jung sagen, dass wir es uns hier abgewöhnen sollten, fremde Staatsmänner zu beurteilen. (Unmutsbekundungen bei der SPD.) Lassen wir doch die Amerikaner ihren Präsidenten selbst wählen und andere auch. Kümmern wir uns doch um unsere eigenen Angelegenheiten. (Zuruf des Abgeordneten Haas (SPD).) Herr Minister Jost hat sehr richtig gesagt, dass das ein Teilaspekt ist, dass man das nicht so restriktiv sehen und es erweitern soll. Andere haben gesagt, dass das ein Anfang ist. Ich sage zunächst, das ist richtig so. Zweitens. Wenn wir uns heute loben, wie toll wir sind, weil wir uns so für die Frauen einsetzen, dann frage ich: Warum erst heute? Die Spanier verwirklichen die Fußfessel schon seit einer Weile. Man hätte schon früher über die Grenzen schauen können, was andere machen. Dann könnten wir heute schon weiter sein. Jetzt komme ich auf meinen Kollegen Christoph Schaufert zurück. Ist es denn ein Fehler, wenn man hier auf Dinge aufmerksam macht, die vorher nicht bedacht worden sind? Natürlich soll niemand Gewalt erleiden, aber es sind hauptsächlich Frauen betroffen. Wenn wir das abstellen wollen, ist es dann nicht auch wichtig zu sehen, woher die Gewalt kommt? (Abg. Braun (SPD): Jeden dritten Tag stirbt eine Frau! Von deutschen Männern kommt sie auch! - Abg. Quinten (SPD): Es sind 61 Prozent!) Sie kommt von deutschen Männern. Herr Schaufert hat schon gesagt, dass deutsch und deutsch inzwischen zwei Paar Schuhe sind. (Mehrere Zurufe von der SPD.) Das kann man nicht so einfach in einen Topf werfen. Aber ich sage auch noch etwas anderes: Als vor längerer Zeit von Gewalt gegen Frauen noch nicht so offiziell die Rede war, (Sprechen bei der SPD) hat man schon gewusst, dass Frauen - auch Männer, aber hauptsächlich Frauen, sie sind ja auch schwächer - Gewalt erfahren. (Unmutsbekundungen der Abgeordne- ten Braun (SPD). - Lachen des Abgeordneten Haas (SPD).) Herr Haas, ich weiß nicht, was da so lustig ist. (Abg. Haas (SPD): Es tut weh, was Sie hier erzählen!) Nein, Sie nehmen Ihren Beruf nicht ernst. (Lachen und Kopfschütteln bei der SPD.) Wenn Sie hier reden, könnte ich Tausend Mal weinen. Aber ich mache das nicht. Ich sitze da und höre Ihnen zu, Sie aber können nicht stillsitzen. Unqualifizierte Angriffe machen Sie, sonst nichts. Das sollte gesagt sein.

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