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Martina Holzner

SPD 22.01.2025 Sitzungen 17/33

Das ist sehr nett. - Wir erleichtern nicht den Zugang zu Schulabschlüssen. Wir sehen beispielsweise in der GemSVO eine Anpassung an die Lebenswirklichkeiten der Schülerinnen und Schüler. Ich bin froh, dass die Prüfungsordnungen für den Hauptschulabschluss und den mittleren Bildungsabschluss zum nächsten Schuljahr angepasst wurden. Jetzt geht es nicht mehr nur um stupides Auswendiglernen bis zum Prüfungstag, sodass am nächsten Tag wieder alles vergessen ist, auch andere Kompetenzen werden jetzt mehr gefördert, Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Organisationsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Diese Fähigkeiten können Jugendliche stärken, wenn sie in der Prüfung eine Präsentation zu ihrem Praktikum vorstellen und ihre beruflichen Ziele reflektieren oder in einer Projektprüfung in Teams an einem Thema zusammenarbeiten und die Ergebnisse vorstellen. Dieses Lernen stärkt nicht nur Kompetenzen, die im Berufsleben unabdingbar sind, sondern macht sogar Spaß. Das ist eine klare Antwort auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt. Teamfähigkeit, Präsentationsstärke und projektbasiertes Arbeiten sind Schlüsselkompetenzen, die unsere Schülerinnen und Schüler künftig genauso entwickeln werden wie ihre fachlichen Kenntnisse. Genau das sind Fähigkeiten, die sich jeder Ausbildungsbetrieb und jeder Arbeitgeber wünscht. Unsere Gemeinschaftsschulen sind längst eine tragende Säule der saarländischen Schullandschaft. Mehr als die Hälfte der Schülerinnen (Abg. Holzner (SPD)) und Schüler entscheidet sich nach der Grundschule für diesen Weg. Diese Entscheidung ist bewusst, weil die Gemeinschaftsschule ein attraktives Bildungsangebot für alle ist, unabhängig von sozialer Herkunft oder individuellem Förderbedarf. Die neue Verordnung schärft das Profil der Gemeinschaftsschulen erheblich. Sie gibt den Schulen mehr Eigenständigkeit und Gestaltungsspielraum, damit sie sich besser an den Bedürfnissen ihrer Schülerinnen und Schüler ausrichten können. Das stärkt die Attraktivität der Gemeinschaftsschulen nicht nur für Lernende und Eltern, sondern auch für die Lehrkräfte, und macht sie fit für die Anforderungen der Zukunft. Stärkung der beruflichen Bildung, Förderung digitaler und informatischer Bildung oder auch die Profilbildung oder die Stärkung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern - so werden unsere Gemeinschaftsschulen Vorbild für ein modernes, zukunftsfähiges Bildungssystem. Das, meine Damen und Herren, motiviert, entspricht der Lebensrealität von Jugendlichen und bereitet auf die Berufswelt vor. (Beifall von der SPD.) Aber - das mag bei Ihnen gerne in Vergessenheit geraten - neben der GemSVO haben wir in den letzten zweieinhalb Jahren noch viel mehr umgesetzt. Wenn es um Lehrkräfte und Personalisierung geht, fordert die CDU eine Bündelung von Fachkräften in bestimmten Bereichen. Das ist keine Lösung. Unsere Lehrkräfte arbeiten oft am Limit. Was sie brauchen, sind aber mehr Kolleginnen und Kollegen, administrative Unterstützung und bessere Arbeitsbedingungen. (Abg. Schmitt-Lang (CDU): Richtig.) Deshalb hat die SPD-Alleinregierung den Abbau der Lehrerstellen gestoppt. Wir haben zusätzliche Lehrkräfte eingestellt. (Sprechen der Abgeordneten Commerçon (SPD) und Wagner (CDU).) Seit 2022 kamen über 1.500 Fachkräfte an unseren saarländischen Schulen hinzu, darunter 1.200 Lehrerinnen und Lehrer. Allein an den Gemeinschaftsschulen sind 289 Lehrkräfte hinzugekommen. Wir haben die Möglichkeit zum Quereinstieg geschaffen. Der Bildungscampus ist ein Ort der Vernetzung und Kooperation. Das alles ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bewussten sozialdemokratischen Bildungspolitik. (Beifall von der SPD.) Diesen Weg wollen wir weitergehen. Auch in der Sprachförderung hat sich etwas getan. Seit Beginn der Legislatur wurden fast 200 Sprachförderlehrkräfte an den Schulen eingestellt. Sie sorgen dafür, dass Sprachförderung ein integrativer Bestandteil des Unterrichts ist und Schülerinnen und Schüler nicht isoliert in Kleingruppen lernen. Sprache lernt man durch Teilhabe am gemeinsamen Unterricht und am Schulleben und nicht in separaten Willkommensklassen. (Abg. Schmitt-Lang (CDU): Warum macht der Hamburger Kollege das anders?) Oder denken wir an unsere Grundschulen, Frau Schmitt-Lang. Endlich tut sich auch hier etwas. Den Klassenteiler in den Grundschulen haben wir auf 25 Kinder gesenkt. (Anhaltende Zurufe der Abgeordneten Schmitt-Lang (CDU).) Vielleicht hören Sie mir mal zu. Die Schulleitungen wurden entlastet. Mit dem Programm BA-SIS haben wir eine Qualitätsoffensive, die unsere saarländischen Schulen stärkt. Es wird noch besser: Mit dem Schulbauprogramm haben wir die Schulgebäude mit über 200 Millionen Euro fit gemacht, statt wie Sie, liebe Frau Schmitt-Lang, liebe CDU - erinnern wir uns zurück -, die Grundschulen zu schließen. Blicken wir auf unsere Gymnasien. G9 ist endlich zurück. Der G8-Murks von damals ist Gott sei Dank zu Ende. Auch der Leistungsbewertungserlass wurde auf langgehegten Wunsch der Lehrkräfte endlich angepasst. (Abg. Schmitt-Lang (CDU): Ja, sie freuen sich total.) Mit Informatik ab Klassenstufe 7, Tablets, der Online-Schule Saar und einer guten digitalen Infrastruktur an den Schulen schaffen wir die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Unterricht, der unsere Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der digitalen Welt vorbereitet. Unsere Kitas: Beitragsfreiheit, Qualitätsverbesserung, Platzausbau. Nach all den Fortschritten - ob in der Sprachförderung, der Stärkung der Gemeinschaftsschulen, der Rückkehr zu G9 und allem, was ich aufgezählt habe - stellen Sie sich ernsthaft hierher und präsentieren einen Antrag, der nichts, aber auch gar nichts Neues bietet und uns wieder zurück in die bildungspolitische Sackgasse führt. (Abg. Schmitt-Lang (CDU): Da sind wir gera- de.) Dieser Antrag steht im krassen Gegenteil zu unserer konsequenten und zukunftsgerichteten Arbeit, die dafür sorgt, dass unsere Schulen modern, gerecht und leistungsstark bleiben. (Beifall von der SPD.) Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir, die SPD, stehen für eine Bildungspolitik, die Chancengerechtigkeit und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt stellt. Das Bildungssystem und unsere Gesellschaft sind dynamisch und werden sich immer verändern. (Sprechen der Abgeordneten Schmitt-Lang (CDU).) (Abg. Holzner (SPD)) Frau Schmitt-Lang, ich fordere Sie noch mal auf, mir zuzuhören. Ja, es gibt noch viele Herausforderungen, die wir zu bewältigen haben, zum Beispiel in unseren Förderschulen. Aber auch hier sind wir auf dem Weg und werden in den nächsten Jahren Lösungen bringen. Ich danke allen, die sich an diesem Prozess beteiligt haben, vor allem unserer Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot. Ich lade auch Sie ein, diesen Weg mit uns gemeinsam zu gehen, für die Bildung unserer Kinder und die Zukunft unseres Landes. - Vielen Dank. (Beifall von der SPD.)

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