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Raphael Schäfer

CDU 22.01.2025 Sitzungen 17/33

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin der Kollegin Julia Harenz, aber auch dem Minister für die Ausführungen dankbar. Richtig ist, dass es klug ist, den Saarsport gemeinsam voranzubringen. Das ist immer unser Ansatz gewesen und das bleibt auch unser Ansatz. Nichtsdestotrotz ist die Betrachtung der Realitäten beziehungsweise Wirklichkeiten manchmal unterschiedlich und es gibt unterschiedliche Bewertungen. Ich muss feststellen, dass wir grundsätzlich unterscheiden müssen, was projektbezogene Förderungen und was strukturelle Förderungen sind. Kollege Waldraff ist darauf sehr detailliert eingegangen, Herr Minister. Uns geht es darum, beim Saarsport strukturell neue Akzente zu setzen, was die Trainerinnen und Trainer angeht, denn die Lage ist desolat. Das ist die knallharte Wahrheit. Das sagen uns viele Verbandspräsidenten. Was das Thema hauptamtliche Trainerinnen und Trainer im Saarsport anbelangt, müssen wir gemeinsam einiges verbessern. Ich glaube, was uns hier im Hohen Hause eint, ist, dass wir Sportland bleiben wollen. Wir wollen weiterhin bei den Olympischen Spielen, aber auch bei Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und all dem, was dazugehört, erfolgreich bleiben. Die Analyse zeigt, dass wir gut beraten sind, uns die Beispiele anderer Bundesländer anzuschauen. Ich nenne einmal Bayern und gucke zum Finanzminister. Ich muss sagen, wenn wir uns nur einige Prozente von den Haushaltsvolumina, die Bayern in den organisierten Sport steckt, abschneiden könnten, wäre das schon ein Riesenerfolg. Auch Rheinland-Pfalz ist genannt worden. Es geht mir um das Strukturelle. Dort hat man schon seit Jahren zehn hauptamtliche Stellen, die aus dem Landeshaushalt gefördert werden. Da müssen wir ansetzen. Es reicht nicht, zu sagen, dass die Dinge auf einem guten Weg sind. Es sind eben ganz renommierte Persönlichkeiten aus dem Saarsport genannt worden, die sagen, wenn es so bleibt, sperren wir den Laden hier irgendwann zu. Jetzt stelle ich Ihnen die simple Frage: Wollen wir das? - Ich glaube, wir sind uns einig, dass das hier niemand will. Also müssen wir bereit sein, Schwerpunkte zu setzen. Ich will es an einer Stelle zuspitzen. Es muss aufhören, dass Fachverbände, irgendwo betteln zu müssen. Die Realität ist nämlich definitiv so. Es werden Anträge beim LSVS, beim Sportminister, bei Saartoto und so weiter gestellt. Es ist allerdings Realität, dass bei Saartoto - das wissen die Aufsichtsratsmitglieder am besten - keine Dauerbezuschussungen mehr erfolgen dürfen. Das heißt, dass die Verbände, die Trainerinnen und Trainer teilweise befristet anstellen - egal, ob es zwei oder drei Jahre sind -, nur eine Planungssicherheit für ein Jahr haben. Dann geht es wieder los, dann muss man wieder den Hörer in die Hand nehmen und überall um Fördergelder betteln. Unser Anliegen ist, dass das ein Ende hat. Das muss auf professionelle Füße gestellt werden. Das ist uns wichtig. Dieser Antrag ist seriös. Wir wissen, dass die Landesregierung im April anfängt, den Haushalt vorzuberaten. Es werden Haushaltsanmeldungen über das Finanzministerium und so weiter gemacht. Deswegen müssen wir jetzt dar- (Abg. Schäfer (CDU)) über reden. Der Kollege Waldraff hat gesagt, wir müssen die Bedarfe ermitteln, und zwar ganz seriös, und dann einen großen Wurf machen. Der Saarsport braucht einen großen Wurf. Wir brauchen mehr Hauptamtliche. Weil mir die Zeit davoneilt, sage noch ein paar letzte Worte zu den beiden Vorständen: Sie machen auch aus unserer Sicht gute Arbeit.

Alle Reden von Raphael Schäfer Protokoll ↗