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Reinhold Jost

22.01.2025 Sitzungen 17/33

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich will ganz zu Anfang Danke sagen für die Gelegenheit, zu diesem Thema reden zu dürfen. Man könnte es jetzt mit Blick auf die zugrundeliegenden Themen und Abläufe, die Forderungen und das, was wir im Handling und Doing haben, wie auf Parteitagen machen, wenn man Anträge bekommt, die sich an die Regierung wenden, und dann von der Antragskommission die Empfehlung kommt: erledigt durch Regierungshandeln. Das will ich aber an der Stelle nicht, sondern ich will die Gelegenheit nutzen und sagen, wie dankbar ich bin, dass wir heute einen kleinen Zwischenbericht geben können, der zeigt, dass wir gemeinsam in die richtige Richtung unterwegs sind. Ich bin dankbar für jede konstruktiv-kritische Diskussion, Herr Kollege Waldraff, die auch in der Vergangenheit von mir nicht irgendwie böse aufgefasst wurde, sondern die eher an der einen oder anderen Stelle - ich habe das in anderen Bereichen schon gesagt - dazu führt, dass man sich selbst reflektiert oder/und dass man auch ein Stück weit bestätigt wird. Ich sage, an der Stelle fühle ich mich im Großen und Ganzen eher bestätigt, denn auf Initiative von Herrn Altmeyer als Präsident des Saarländischen Leichtathletikbundes und mir hat es bereits im Dezember ein Spitzengespräch mit der Ministerpräsidentin und dem Chef der Staatskanzlei gegeben. Ich gehe mal davon aus, der stellvertretende Präsident des SLB, der nachher auch noch dazu redet, wird wissen, dass dieses Gespräch nicht einfach nur dazu da war, sich zu treffen und auszutauschen - das natürlich auch -, sondern auch, um konkrete Verabredungen zu treffen. Deswegen ist das hier die Gelegenheit, in der Öffentlichkeit die Zusagen noch mal zu erneuern, die ich im Übrigen bei einer denkwürdigen Mitgliederversammlung beim LSVS gegeben habe. In diesem Zusammenhang werde ich auch nicht müde, darauf hinzuweisen, dass insbesondere diese Trainerinitiative, die von vielen Leuten seit vielen Jahren eingefordert wird, auch auf einem guten Weg ist. Die Vereinbarung, die wir getroffen haben und die wir jetzt aktuell mit dem LSVS und den handelnden Personen aufeinander abstimmen, geht davon aus, dass wir beispielsweise dem LSVS schon für dieses Jahr 100.000 Euro zusätzlich einer Spitzabrechnung folgend zur Verfügung stellen, um insbesondere im ehrenamtlichen Trainerbereich dafür zu sorgen, dass es durch eine noch stärkere Förderung, als sie in der Vergangenheit schon durch den LSVS erfolgte, ermöglicht wird, dass Interessierte beispielsweise die B- oder gar die A-Lizenz erwerben. Da reden wir nicht über Hunderte von Leuten. Wenn wir es schaffen, 10 oder 15 Personen in den jeweiligen Bereichen zu aktivieren, wäre das schon ein großer Erfolg. Es soll aber vor allen Dingen auch dazu dienen, dass wir Dinge ermöglichen, die ansonsten - und das ist zu Recht sowohl von der Kollegin Harenz als auch vom Kollegen Waldraff dargestellt worden - nicht gemacht werden, weil die Ehrenamtlichen sagen, dass sie dafür das Geld nicht haben. Ich will dazu beitragen, dass das keine Ausrede oder Hürde ist, und ich denke, das ist gut investiertes Geld, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall von der SPD.) Ein Zweites: Das Ganze geschieht aufgrund der Initiativen und der gemeinsamen erarbeiteten Grundlagen, auf denen wir uns bewegen. Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar, die dazu beigetragen haben, dies beispielsweise in Ergänzung der Inklusionsinitiative zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von bestehenden Trainern mit Blick auf den Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen, egal ob mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, und auch, wenn man so will, im Vorgriff auf die Special Olympics, die im nächsten Jahr im Saarland stattfinden. Das ist eine Initiative, die von den einzelnen Verbänden sehr gerne in Anspruch genommen wird, aber auch in Ergänzung und zusätzlich zu den geplanten Talentsichtungsinitiativen an Schulen und in Vereinen, die ebenfalls mit dem LSVS auf den Weg gebracht werden sollen und die dankenswerterweise durch den einen oder anderen Verband unterstützt werden. Ich finde, das sind alles großartige Initiativen. Da ist das Geld gut angelegt und wir wollen es dann tatsächlich auch schön in die Umsetzung bringen, damit die Leute etwas davon haben. (Beifall von der SPD.) Ich bedanke mich auch, was die Initiative für die Absicherung von hauptamtlichen Trainern angeht. Ich will mich jetzt nicht in der Frage zu der Unterscheidung zwischen der Förderpraxis in Rheinland-Pfalz und im Saarland mit Blick auf die Anzahl der Trainerstellen hier und dort ergehen. Es ist nicht so, dass man von null anfangen muss. Wir haben in der Vergangenheit beispielsweise beim Leichtathletikbund in den Bereichen Laufen und Werfen dafür gesorgt, dass hauptamtliche Trainer überhaupt erst ermöglicht beziehungsweise finanziell abgesichert worden sind. Das tun wir auch in den Bereichen Ringen und - es ist eben schon angedeutet worden - Turnen beim Saarländischen Turnerbund oder im Badminton. Wir nutzen die Möglichkeiten, die wir haben, und zwar klar definiert und vor allen Dingen abgebildet und nachvollziehbar, in den kommenden Wochen und Monaten dafür, dass sowohl der LSVS als auch insbesondere die einzelnen Verbände davon profitieren, dass das, was gut läuft, noch besser wird, und dort, wo es nicht gut läuft, nachgesteuert wird. Dazu zählt auch der hauptamtliche Bereich. Auch darauf können sich die Verbände und der LSVS verlassen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall von der SPD.) Eine große Chance sind dabei die gemachten Erfahrungen. Ich bin dankbar für Hinweise aus dem organisierten Sport und der Politik. Vor allem bin ich dankbar für die Erfahrungen der letzten Monate und Jahre, ob im Schulsport, bei der Zusammenarbeit mit dem LSVS und den Verbänden oder bezogen auf das, was wir rund um Olympia und die Paralympischen Spiele erleben durften. Beispielsweise haben uns die Pre-Camps vor Augen geführt, welche Möglichkeiten es gibt. Zu dem Ganzen gehören zwei Namen. Es geht um die Personen, die das ermöglicht haben. Ihnen möchte ich - ich denke in Ihrer aller Namen - ganz herzlich Danke sagen. Dass wir aus dem schweren Fahrwasser beim LSVS herausgekommen sind, ist nicht irgendwie passiert, sondern dank Joachim Tesche und Johannes Kopkow. Ich sehe es als eine großartige Gelegenheit, in den kommenden Jahren mit diesen beiden großartigen Vorständen des LSVS weiterarbeiten zu können, damit die Erfolgsgeschichte weitergeht. Wir sollten uns das nicht kaputtreden oder wegschwätzen lassen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall von der SPD.) Wir wollen den LSVS weiterhin sichern und entlasten. Das tun wir auch, beispielsweise mit über 200.000 Euro in diesem Jahr für die Erstattung von Personalkosten rund um die Special Olympics, und zwar zusätzlich zu dem, was wir an entsprechenden Mitteln zur Verfügung stellen. Wir tun es auch durch Entlastungen im ehrenamtlichen Bereich, in dem wir im vergangenen Jahr rund 37.000 Euro GEMA-Gebühren erstattet haben und in diesem Jahr etwa 45.000 Euro GEMA-Gebühren erstatten. Das führt am Ende dazu, dass dieses Geld zur Verfügung steht, um entweder den Vereinen und Verbänden etwas Gutes zu tun oder die Konsolidierung weiterzuführen. Wir tun es zudem mit dem Transformationsfonds. Er wird ein Ermöglicher beziehungsweise Gamechanger. Durch ihn werden beispielsweise notwendige Mittel für die Infrastruktur aktiviert. Entsprechende Mittel fehlen dem LSVS dann nicht an anderer Stelle. Wir tun es des Weiteren durch die Unterstützung von Großveranstaltungen, sei es der Tag des Sports oder andere Großevents. Alleine im letzten Jahr waren es über 800.000 bis 1 Million Euro nur für den LSVS, auch für die Erstattung der Fernwärmekosten. Diese Kosten hätte der LSVS ansonsten selbst tragen müssen, was dazu geführt hätte, dass entsprechende Gelder den Vereinen und Verbänden fehlen würden. Das ist eine großartige Unterstützung, für die ich dankbar und auf die ich stolz bin. Auch dem Hohen Hause bin ich dankbar, weil die entsprechenden Titel - ich kann mich noch an die Aussagen der Kollegen Waldraff und Schäfer im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2024/2025 erinnern - nie als strittig angesehen worden sind. Es ist gut investiertes Geld im Sinne des Saarsportes und der Trainerinnen und Trainer, aber auch der Athletinnen und Athleten. (Beifall von der SPD.) Meine sehr geehrten Damen und Herren, darüber hinaus gibt es noch etwas, auf das ich eingehen möchte. Ich bin dankbar, dass es mir aufgrund dieses Antrages möglich ist, darauf hinzuweisen. Es gibt mit Blick auf die vielen Einzelverbände kleine sowie große Initiativen, Einzelförderungen, aber auch Absicherungen von Strukturen bis hin zur Begleitung von Talenten und vielversprechenden aufstrebenden Sportlerinnen und Sportlern. Die Vereine und Verbände wenden sich direkt an uns. Ich bin den Kolleginnen und Kollegen aus dem Landtag, die mich an der einen oder anderen Stelle darauf ansprechen, dankbar. Der Saarsport lebt davon, dass wir miteinander statt übereinander reden und diese Netzwerke nutzen und dafür Sorge tragen, dass bei uns dort, wo andere Ausreden haben, Lösungen gefunden werden. Wir haben beim Haushalt bis Ende des Jahres, aber auch in den kommenden Haushaltsjahren die Möglichkeit, diese gute Struktur noch besser zu machen. Ich bedanke mich ausdrücklich für das, was in diesem Antrag steht, verweise aber auch auf meinen Eingangssatz: erledigt durch Regierungshandeln. Das heißt nicht, dass wir diesen konstruktiven gemeinsamen Weg nicht weitergehen. Ich lade ausdrücklich dazu ein und habe ein gutes Gewissen beziehungsweise Gefühl, dass wir gemeinsam viel erreichen können. - Herzlichen Dank, alles Gute und Glück auf. (Beifall von der SPD)

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