Friedrich Josef Dörr
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Für dieses wichtige Thema habe ich nur drei Minuten, ich fasse mich deshalb sehr kurz. Sport ist eine ganz wichtige Sache. Als ehemaliger Lehrer weiß ich, dass er auch wichtig ist für die Erziehung. Er ist wichtig, damit die Kinder nicht abends nur vor der Glotze sitzen, sondern auch noch etwas anderes machen, in die Natur kommen und so weiter und so fort. Dabei sollte man zwischen Breitensport und Spitzensport gar keinen großen Unterschied machen, denn ohne Spitzensport gibt es keinen Breitensport und ohne Breitensport gibt es keinen Spitzensport. Ganz wichtig ist, Sport wird meistens in Vereinen und durch Vereine organisiert und ausgeführt. Das ist eine Sache, die wir nicht unterschätzen dürfen, weil das mit die Keimzellen der (Abg. Dörr (AfD)) Demokratie sind. Schauen Sie mal, wann die Vereine gegründet wurden, zum Beispiel 1860 München, Schalke 04 et cetera, das ist eine bestimmte Zeit in der Monarchie, als die Demokratie angefangen hat, sich zu entfalten. Da haben die Vereine eine sehr, sehr große Rolle gespielt. In der jetzigen Situation, in der wir auch darauf achten müssen, dass unsere Demokratie verteidigt wird, ist natürlich die Rolle der Vereine nicht geringer geworden, das heißt, sie verdienen jede Unterstützung von uns. Früher ist es so gewesen, dass in den Vereinen diese Trainertätigkeit - Übungsleiter hat man die Menschen, die das gemacht haben, genannt - ehrenamtlich gemacht wurde. Das ist im Spitzensport schon gar nicht mehr möglich und das färbt auch ab. Es ist ja überall so, dass die Leute sehen, dass jemand das gegen Geld macht, aber sie selbst sollen dasselbe umsonst machen. Das heißt also, hier entsteht ein Bedarf. Wir brauchen Übungsleiter, die auch ausgebildet werden müssen, sie müssen Kurse besuchen und so weiter und so fort. Das ist also eine größere Sache. Bei dem, was sich hier darstellt, haben beide Redner mehr oder weniger recht. Natürlich ist ein Bedarf vorhanden. Auf der anderen Seite sagt die Fraktion, die die Regierung stellt, wir machen ja etwas. Natürlich wird etwas gemacht, aber wahrscheinlich ist es nicht genug. Noch ein Satz: Es betrifft auch die Außendarstellung eines Landes, wie man im Sport dasteht. Das ist schon ein Unterschied, ob zum Beispiel der 1. FC Saarbrücken in der Oberliga spielt oder in der ersten Bundesliga. Das gilt auch für andere Sportarten. Das ist eine Sache des Landes und totalitäre Staaten, die nach Geld nicht zu fragen brauchen, bilden ihre Sportler so aus, dass sie nachher im Medaillenspiegel ganz vorne sind. Es geht letzten Endes darum, dass der Sport unterstützt wird, da sind wir ganz dabei. Wir wären nur froh, wenn es ein bisschen weniger politisch zugehen würde. Wir sind zum Beispiel bei diesen Ausschüssen überall außen vor und ‑ ‑
