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Friedrich Josef Dörr

AfD 04.12.2024 Sitzungen 17/32

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Um bei diesem wichtigen Thema, bei dem man Scheinheiligkeit vorgeworfen bekommt, noch einmal zur Sachlichkeit zurückzukehren, sage ich Ihnen, Herr Theis, zuerst einmal ‑ ‑ (Zuruf von der CDU. - Lachen bei der CDU.) Ich weiß nicht, ob Herr Putin die Sowjetunion wiederherstellen will. Ich denke sowieso, dass das ein unmögliches Unterfangen ist. Aber Thüringen hat nie zur Sowjetunion gehört, weder Polen noch Tschechien noch Ungarn. Viele andere Länder haben nicht dazugehört. Insofern können Sie ja nicht sagen, dass dann auch Thüringen angestrebt werden würde. Aber ich will Ihnen nur eines sagen, wir brauchen hier keine großen Argumente aufzuführen. Die baldige Geschichte wird uns recht geben. Sie wird uns recht geben, indem man am Verhandlungstisch sitzt und dort einen Frieden aushandelt, den Sie dann begrüßen werden, egal unter welchen Vorzeichen. Das sage ich Ihnen schon voraus. Ich sage Ihnen noch etwas. Wenn Sie die Ukraine unterstützen wollen mit aller Gewalt und mit aller Macht, warum gibt es dann Hunderttausend fahnenflüchtige junge Männer aus der Ukraine - ich habe diese Zahlen irgendwo gehört, vielleicht sind es auch ein paar weniger , ‑ die außerhalb der Ukraine Zuflucht suchen? Da denke ich immer an Amerika, als die Amerikaner damals in Vietnam waren, an die sogenannten Draft-Evaders, die nach Kanada oder nach Skandinavien geflüchtet sind und erst Jahrzehnte später begnadigt wurden. Viele sind nicht mehr in ihr Land zurückgekehrt. Jetzt haben wir dieses Problem in der Ukraine auch. Kennen sie die Ukraine nicht? Wollen sie die Ukraine nicht verteidigen? Ist das nicht ihr Vaterland? (Abg. Dörr (AfD)) (Zuruf der Abgeordneten Schmitt-Lang (CDU).) Wollen Sie dorthin gehen und Krieg führen? Wollen Sie Ihren Sohn, wenn Sie einen haben, dorthin schicken? (Abg. Schmitt-Lang (CDU): Das ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die dort zurzeit kämp- fen.) Nein, das ist Kriegshetze. Jeder Tote, jeder Mensch, der heute dort fällt, ist ein Toter, der den Krieg schon verloren hat. (Sprechen.)

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