landtag-saar.de ↗

Friedrich Josef Dörr

AfD 04.12.2024 Sitzungen 17/32

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Drei Minuten, da muss ich mich wohl sehr kurz fassen. Ich hoffe aber, dass ich das Wichtigste gut rüberbringe. Zuerst einmal Folgendes: Die AfD-Fraktion steht voll und ganz hinter dieser Maßnahme. Deshalb haben wir uns diesem Beschlussvorschlag auch gerne gemeinsam mit den anderen beiden Fraktionen angeschlossen. Wir sind also zu 100 Prozent dafür. Fast alles, was von meinen Vorgängern gesagt worden ist, vor allen Dingen auch von der Frau Präsidentin, können wir unterstreichen. Es ist für uns eine große Chance. Es ist natürlich auch für die Frankofonie ein kleiner Fortschritt. Es kommt ein kleines Land dazu. Aber es ist für uns ein großer Fortschritt, weil es uns ein weiteres Tor zur Welt öffnet. Im Bereich der Frankofonie ist auch schon gesagt worden, dass mehrere Kontinente beteiligt sind. Ich höre sehr oft von Quebec, wenn die ihr Kulturprogramm bringen und so weiter und so fort. Das ist auch für uns eine Bereicherung. Ich möchte nur an uns appellieren, dass wir das Vertrauen, das in uns gesetzt wird, auch rechtfertigen. Wir geben quasi schon vor, wir wären frankofon. Das heißt also, wir sprechen Französisch. Das ist nicht der Fall. Es ist auch in der Geschichte nicht richtig. Wir haben im Saarland nie Französisch gesprochen. Wir haben schon zu Frankreich gehört, aber wir haben nie Französisch gesprochen. Arno Krause - den ich übrigens auch sehr gut gekannt habe, in dessen Europa-Union ich auch lange Jahre Mitglied war - hat schon recht gehabt. Wir sprechen ja nicht Französisch, aber wir verstehen - jetzt sage ich es einmal so - nicht unbedingt die Franzosen, aber auf jeden Fall die Lothringer, die unsere direkten Nachbarn und die auch Franzosen sind. Mein Appell geht an uns alle, dass wir zuerst einmal persönlich, als Politiker, aber auch hier als Parlament alles tun, um die französische Sprache - sie ist wohl nicht das Einzige dieser Frankofonie, aber sie ist die Grundlage, denn ohne Verstehen kommt auch kein Verständnis - auch bei uns selbst fördern, dass wir selbst Angebote annehmen, wie wir unsere Sprachkenntnisse verbessern können oder sie überhaupt ins Leben rufen können. Bei uns sollten so, wie das in anderen zweisprachigen Gebieten der Fall ist, zumindest einmal die Spitzen von Behörden, in der Schule, im öffentlichen Raum und so weiter, zweisprachig sein, sodass sich ein Franzose, der hierherkommt, hier einigermaßen wohlfühlt. Wie schwierig das ist, sehen wir bei unserem Nachbarland Luxemburg, die das seit zig Jahren intensiv betreiben und auch noch nicht zu einem befriedigenden Ende gekommen sind. Da wird auch immer noch über Sprachschwierigkeiten geklagt. Alles Gute für unser Vorhaben! Wir stimmen dafür. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)

Alle Reden von Friedrich Josef Dörr Protokoll ↗