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Dr. Christopher Salm

CDU 13.11.2024 Sitzungen 17/31

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländer! Ich spreche zum Antrag der AfD mit dem Titel „Dem Fachkräftemangel in der Praxis begegnen. Ein freiwilliges Handwerkjahr einführen“. Hiernach soll der Landtag beschließen, die Landesregierung aufzufordern, in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer des Saarlandes sowie den saarländischen Innungen nach dem Vorbild der Handwerkskammer Lübeck ein sogenanntes Freiwilliges Handwerksjahr zu initiieren. Dabei hätte es der AfD nicht geschadet, sich mit dem Modell der Handwerkskammer Lübeck zu beschäftigen. Laut Antrag sollen finanzielle Mittel seitens der Landesregierung für ein solches Projekt bereitgestellt werden. Dies suggeriert, dass dies eine Sache der Regierung oder des Landtages wäre. Das Projekt ist aber eine Sache der Handwerkskammer selbst. Diese kann ohne die Landesregierung selbst entscheiden, ob sie ein solches Jahr einführen möchte oder eben nicht. Anzumerken ist, dass bereits jetzt ohne die Notwendigkeit eines solchen Jahres jeder die Möglichkeit hat, ein Praktikum bei einem unserer tollen saarländischen Handwerksbetriebe durchzuführen. Auch unterscheidet sich das Modell der Handwerkskammer Lübeck bei der Vergütung entscheidend. Der Antrag sieht vor, dass jeder Teilnehmer eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 500 Euro aus einem von der Landesregierung einzurichtenden Fonds erhalten soll. Googelt man auf der Seite der Handwerkskammer Lübeck, so steht da ganz klar und auf einen Blick ersichtlich, dass dort die Aufwandsentschädigung von den Betrieben selbst gezahlt wird. Als CDU sind wir der Auffassung, dass es klare, verlässliche Rahmenbedingungen für unsere Handwerksbetriebe braucht und unser Handwerk den Stellenwert in der Gesellschaft erhält, den es verdient. Ob die Handwerkskammer des Saarlandes, die eine tolle Arbeit bei uns leistet, ein Handwerksjahr einführen möchte, soll eine Entscheidung der Handwerkskammer sein und keine Entscheidung in diesem Haus. - Vor diesem Hintergrund lehnen wir als CDU den Antrag der AfD ab. (Beifall von der CDU.)

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