landtag-saar.de ↗

Friedrich Josef Dörr

AfD 13.11.2024 Sitzungen 17/31

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Liebe Kollegin Braun, vielleicht erlauben Sie mir, dass ich Ihnen einen sprachlichen Tipp gebe. Haben Sie im Moment ein bisschen Zeit? (Sprechen bei der SPD.) Unter Akademikern und Politikern gibt es ein Wort, das heißt Experte oder Expertin. Sie haben eben gesagt, die Expertinnen und die Experten, weil Sie ja die Frauen nicht vergessen wollen. Aber es gibt ein ganz einfaches deutsches Wort, das heißt Fachmann. Man kann auch Fachfrau sagen. Und wenn sie in der Mehrzahl sind, sagt man Fachleute. Dann ist man schon fertig. Also anstatt Experten und Expertinnen kann man einfach sagen: die Fachleute. (Erneut Sprechen bei der SPD.) Ja, ich nehme das Parlament ernst, aber es regt mich langsam auf, dass Fremdworte verwendet werden, die von den Leuten draußen nicht gebraucht werden. Ja, es darf jeder reden, wie er will. Und ich darf auch reden, wie ich will. Herr Ahr, Sie haben ja das Ihre heute Morgen schon von sich gegeben; vielleicht kommen Sie auch wieder dran. Aber ich darf das Meine schon sagen. Ich bin weiter bei Worten und Begriffen. Klimaschutz ist in meinen Augen ein nicht sehr sinnvoller Begriff, denn Klima gibt es, das Klima wandelt sich auch immer. Man meint wahrscheinlich, dass wir als Menschheit mit dazu beitragen sollen, dass das Klima menschenverträglich, wenn nicht gar menschenfreundlich bleibt und nicht menschenfeindlich ist. Zum Beispiel habe ich gesehen, dass man in einigen Städten Indiens gar nicht mehr rausgehen kann, weil die Luft verpestet ist. Das dazu. Nun zum heutigen Thema. Wenn man hier etwas schützen will, muss man die Natur und die Arten schützen und dann hat man den Menschen geschützt. Darum geht es letzten Endes ja, um Menschenschutz und nicht um Klimaschutz. Was Herr Theis gesagt hat, hat mich ziemlich beeindruckt. Ich greife zwei Dinge heraus. Das eine war ‑ ‑ (Zuruf von der SPD.) Es kommt nicht jeder an sein Niveau ran, das ist klar. Das Erste, was er genannt hat, war die Bürokratie. Es ist nun mal eine Tatsache, dass wir alles bürokratisieren. Wir bürokratisieren auch dieses Thema und am Schluss kommt das Gegenteil von dem heraus, was wir eigentlich beabsichtigen. Als Zweites hat er gesagt, dass man - ich bin ja ehemaliger Lehrer, einmal Lehrer, immer Lehrer - zuerst Vorbild sein muss, (Abg. Maaß (SPD): Habe ich ja noch nie ge- hört) wenn man eine Sache verbreiten will, und da ist die Landesregierung gefordert. Wenn gesagt wird, jetzt liegt die Steigerung bei Solar bei 58 Prozent und so weiter, dann ist das ein Fortschritt. Aber da könnte man schon längst bei 100 Prozent sein. Wenn ich andere Leute dazu zwingen will, Maßnahmen zu ergreifen, die deren Geld kosten, dann muss ich zuerst einmal selbst mit gutem Beispiel vorangehen. (Zuruf der Abgeordneten Braun (SPD).) Wenn hier immer die AfD als schlechtes Beispiel angeführt wird, dann muss ich sagen, der Einzige, den ich aus diesem Hause kenne, der in der Regel mit dem öffentlichen Personennahverkehr hierherkommt, ist Herr Schaufert. Sie alle, auch wenn Sie in Saarbrücken wohnen, wo Sie nur ein paar Meter Strecke haben, kommen mit dem Auto hierher. Auch wenn Sie an der Bahnstrecke wohnen und es leicht hätten, morgens in den Zug einzusteigen - ich habe das nach Saarlouis 20 Jahre lang gemacht und dann am Abend noch mal zurück - kommen Sie mit Ihrem Auto. Nein, Sie nehmen das ja selbst nicht ernst. (Abg. Braun (SPD): Das stimmt doch gar nicht, woher wollen Sie das denn wissen? - Unruhe und lautes Sprechen bei der SPD.) Was ich Ihnen jetzt sage, nehmen Sie ja auch nicht ernst.

Alle Reden von Friedrich Josef Dörr Protokoll ↗