Friedrich Josef Dörr
Zuerst zu Ihnen, Herr Kollege Zehner: Sie haben die Kostenfrage aufgeworfen. Ich habe eben schon dargestellt, dass es wahrscheinlich nichts kostet. Aber selbst wenn es etwas kosten würde, unser Nachbarland Luxemburg macht uns vor, wie es geht. Dort gibt es einen kostenlosen ÖPNV für alle. Was die Abgrenzung der ehrenamtlich Tätigen betrifft: Das ist auch in der Verfassung nicht abgegrenzt. Aber wenn die Regierung eine Prioritätenliste aufstellen will, ist ihr das unbenommen. Man könnte mit einer Gruppe anfangen, sagen wir mal mit den Leuten im Gemeinderat, Stadtrat, Kreistag und so weiter. Das ist im Grunde genommen kein Problem. Das ist diese Art, beim Vorschlag einer Lösung immer mit zehn Problemen zu kommen. Das ist nicht unsere Art. Wir haben den Vorschlag gemacht, dass die ehrenamtlich Tätigen kostenlos ÖPNV fahren können. So einfach ist die Sache. Was Herr Schmitt gesagt hat, war ja ganz toll. Da habe ich mich gefragt, warum wir bei so viel Initiative und so viel Wertschätzung für die ehrenamtlich Tätigen überhaupt diese Verfassungsänderung gebraucht haben. Ich habe damals schon gesagt: Wenn wir doch alles schon machen, warum müssen wir uns dann noch durch eine Verfassungsänderung zwingen, das zu machen? Das stimmt nicht ganz überein. Wir meinen immer noch, es wäre ein guter Antrag gewesen, haben aber schon vorausgesehen, dass Sie ihn ablehnen werden. Das macht uns aber nichts aus. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
