landtag-saar.de ↗

Friedrich Josef Dörr

AfD 09.10.2024 Sitzungen 17/30

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Herr Dr. Jung, Sie haben diese schlechte Angewohnheit von vielen deutschen Politikern gezeigt, indem Sie Staatsmänner anderer Staaten kritisieren oder bewerten. Was gibt uns die Kenntnis, dass wir wissen, was in Amerika stattfindet und wie die Kandidaten dort sind? Da müssen wir zuerst einmal Englisch können. (Lachen und Sprechen bei der SPD und der CDU.) Wir müssen die Informationen auswerten und uns sehr stark damit beschäftigen. Selbst dann wäre es noch schwierig. Mit Russland ist es genau das Gleiche. Da sollten wir schon einmal Russisch können und dann sollten wir uns intensiv um diese Geschichte kümmern. Aber selbst dann, wenn wir alles wissen, geht es uns nichts an. Die Bevölkerung dort wählt ihre Leute. Wenn ich einen neuen Nachbar kriege, weil jemand das Haus nebenan gekauft hat, dann kann ich auch nicht den neuen Besitzer zuerst einmal schlechtmachen. (Erneut Lachen bei der SPD.) Denn nachher muss ich doch mit ihm zusammenleben und -arbeiten. Das heißt, es ist völlig wurscht, wer in Amerika zum Präsidenten gewählt wird. (Zuruf: Tätärätä!) Denn wir sind gezwungen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Leider ist es sogar so, dass unsere Regierungen den Präsidenten aus Amerika immer gehorchen. Das heißt, es ist egal, wem wir (Abg. Dörr (AfD)) gehorchen und wessen Kriege wir in der Welt führen. (Zuruf: Aufhören! - Sprechen.) Jetzt komme ich zur Demokratie, die in Gefahr ist. Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Demokratie ist niemals gefährdet durch das Volk und sie ist niemals gefährdet durch die Opposition. Sie ist immer gefährdet durch die Regierenden. Die Regierenden sind bestrebt, immer mehr Macht an sich zu reißen, und gefährden so die Demokratie, nicht die Bevölkerung und nicht die Opposition gefährden sie. Wenn die Opposition als Extremisten bezeichnet wird und die Extremisten am Schluss 80 Prozent sind, dann müssen sie irgendwo auch in der Mitte sein. Das sind also alles Hirngespinste. Wenn es darauf ankommt wie zum Beispiel heute Morgen, dass man etwas Praktisches macht, nämlich die Altersgrenze für Wähler und Wählbare auf 16 Jahre absenkt, (Zuruf des Abgeordneten Haas (SPD) - La- chen bei der SPD) dann kneifen Sie - beinahe hätte ich gesagt, Sie ziehen den Schwanz ein - und machen nicht mit, aus weiß Gott welchen fadenscheinigen Vorwänden. Wir haben den Antrag gestellt. Sie haben abgelehnt. Das war die Nagelprobe. Jetzt kommen Sie mit Pflästerchen. Sie werden nicht bewirken, dass irgendwo in einem Verein, irgendwo in der Familie, irgendwo in der Schule die Kinder und Jugendlichen mit Ihrem Gesetz bessergestellt sind. Das ist eine Schimäre. Wir lehnen ab. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)

Alle Reden von Friedrich Josef Dörr Protokoll ↗