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Friedrich Josef Dörr

AfD 09.10.2024 Sitzungen 17/30

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Ich habe sechs Minuten Zeit, um meine Gedanken knapp vorzutragen. Erstens, wir sind leider nicht in den Antrag von CDU und SPD eingebunden worden. So wichtig schien es den beiden anderen Fraktionen dann auch nicht zu sein, dass das gesamte Haus hinter einer Sache steht. Und zweitens, eigentlich das Wichtigste: Dieser grausame Anschlag vom 7. Oktober 2023 gegen unschuldige und unbewaffnete Zivilisten - Männer, Frauen und Kinder - ist grausam, unverzeihlich und mit nichts zu entschuldigen! Das muss klar sein. Deshalb habe ich mich eben auch mit Ihnen allen zusammen zur Schweigeminute erhoben. Ich bin für die Opfer dieses Tages aufgestanden, ich habe mich aber auch erhoben für all die Zehntausenden Opfer, die in der Zwischenzeit umgekommen sind in der Folge von diesem Tag. Ich bin auch aufgestanden, insofern als Zeitzeuge, weil es sich auch zum 80. Male gejährt hat, dass am 29. September 1944 durch einen Bombenangriff auf die Zivilbevölkerung in meinem Heimatdorf Wemmetsweiler 23 Menschen umgekommen sind, dabei zwölf unter 14 Jahren und davon drei aus meiner Klasse. Ich selbst hatte das große Glück, dass mir nichts passiert ist. Ein Klassenkamerad mit Gehirnverletzung und Schädelverletzung hatte in der Saarbrücker Zeitung, im Neunkircher Teil, vor ein paar Tagen die Gelegenheit, seine Geschichte zu erzählen. Am 05. Oktober, das ist jetzt ein paar Tage her, war der 80. Jahrestag des Bombenangriffs auf Saarbrücken, bei dem 361 Menschen umgekommen sind, auch unschuldige Menschen, hauptsächlich alte Männer, Frauen und Kinder, und 45.000 Menschen sind obdachlos geworden. (Abg. Dörr (AfD)) Es ist fürchterlich, dass es in unserer Zeit solche Dinge gibt. Es ist meiner Ansicht nach auch müßig, danach zu fragen, wer letzten Endes Schuld hat. Wichtig ist, dass Menschen tagtäglich, auch heute und morgen, umkommen, und zwar deshalb, weil die verantwortlichen Politiker nicht in der Lage sind, eine friedliche Lösung, zum Beispiel im Nahen Osten, zu finden. Mein Kollege Toscani hat sehr scharf dargestellt, was man tun müsste und was man tun könnte und sollte. Es geschieht leider nicht. Ich möchte hier noch ein Wort zu Gedenktagen sagen. Ich habe den 29. September 1944 genannt. Ich habe keinen Groll gegen die Leute, die damals diese Bomben abgeworfen haben. Ich habe keinen Groll und glaube auch nicht, dass die Saarbrücker Groll haben gegen die Leute, die damals diese Bomben auf Saarbrücken abgeworfen haben. Die Gedenktage dürfen nicht dazu da sein, Hass zu schüren und Rachegelüste zu wecken. Sie müssen uns eine Mahnung sein, dass so etwas nie mehr passieren darf und auch heute nicht passieren darf. Jetzt einmal abseits von den menschlichen Tragödien, mit denen wir es hier zu tun haben: Es ist auch gesagt worden, das will ich noch einfügen, dass alle Juden und Jüdinnen sich im Saarland - in Deutschland natürlich auch, aber wir sind hier für das Saarland verantwortlich - sicher fühlen müssen. Selbstverständlich! Selbstverständlich müssen sie sich sicher fühlen, aber auch alle anderen müssen sich sicher fühlen. Wir als saarländische Politiker müssen dafür sorgen, dass alle Menschen im Saarland sich jederzeit und an allen Orten sicher fühlen können. Das muss eine unserer wichtigsten Aufgaben sein. Was den Nahen Osten betrifft: Wir sehen ja, es wird immer von Eskalationen gesprochen, die man vermeiden will. Eskalation heißt Ausweitung. Es hat sich ausgeweitet. Es hat sich von diesem 7. Oktober an ausgeweitet auf die ganze Region und indirekt sind wir alle betroffen. Als Teil der Bundesrepublik Deutschland kann der Appell von hier aus nur lauten: Wir müssen dieser Ausweitung ein Ende setzen. Wir müssen alles dafür tun, dass dieser Krieg und dieser Konflikt, um Menschenleben zu schützen, endlich und endgültig beseitigt werden! - Herzlichen Dank! (Beifall von der AfD.)

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