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Friedrich Josef Dörr

AfD 15.05.2024 Sitzungen 17/25

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Das ist nun ein Punkt, zu dem man auch einmal etwas Gutes berichten kann: Unser Förderschulwesen im Saarland ist sehr gut ausgebaut und aufgebaut. Ich würde sagen, dass auch dort, sofern sich nichts gewaltig geändert hat, gut unterrichtet und gut gebildet wird. Ganz klar ist, dass, wenn wir mit der Zeit gehen und die auftauchenden Probleme lösen wollen, natürlich auch vom Nachmittag die Rede sein muss und nicht nur der Vormittag gesehen werden darf. Mich stört allerdings, dass man von „Nachmittagsbetreuung“ spricht; das sollte schon „Nachmittagsbildung“ heißen. Es gab früher die sogenannte Verwahrschule, die hatte einen sehr schlechten Ruf. War irgendwo Lärm, hat man gesagt, hier geht es ja zu wie in der Verwahrschule. Die Lösung nun sollte also nicht ausarten in eine „Verwahrung“, oder positiv formuliert: in eine „Betreuung“, sie sollte vielmehr schon eine Fortführung der Bildung am Vormittag sein. Ich habe seinerzeit an meiner Schule - wohlgemerkt in den Achtzigerjahren, das ist schon 40 Jahre her - eine solche Nachmittagsfortsetzung der Bildung organisiert. Ich habe das genauso gemacht, wie Frau Holzner es eben vorgetragen hat: Ich habe das wirklich individuell angepasst persönlich organisiert, indem ich zunächst einmal gefragt habe, für welche Eltern mit welchen Kindern ein solches Angebot in Betracht kommen könnte. Es haben sich Eltern gemeldet, und ich habe mir das einmal angeschaut und auch die Leute gefragt: Wann brauchen Sie denn Zeit, wann wollen Sie Ihr Kind in die Schule abgeben? Es gab Eltern, die ihr Kind zum Mittagessen zu Hause haben wollten, aber mit den Aufgaben nicht klargekommen sind und froh waren, das Kind noch einmal in die Schule schicken zu können. Andere haben bis 18.00 Uhr gearbeitet, denen hätte es nichts gebracht, wenn um 16.00 Uhr Schluss gewesen wäre. Ich hatte das Glück, mit zwei Personen das Ganze zeitversetzt organisieren zu können, sodass tatsächlich vom Schulende bis 18.00 Uhr dieser Betrieb möglich war. Ich sehe, meine Redezeit neigt sich dem Ende zu. - Was will ich damit sagen? So etwas muss individuell organisiert werden, das kann man nicht über einen großen Kamm scheren. Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass jede Schule das Recht und die Möglichkeit hat, so etwas zu machen. Ob das nun unbedingt im Rahmen des Schulordnungsgesetzes geregelt werden muss, ist eine andere Frage. Zumindest ist es aber nicht verkehrt, was die CDU vorschlägt. Aus diesem Grunde stimmen wir dem Gesetzentwurf auch zu. (Beifall von der AfD.)

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