Stephanie Meiser
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländer! Nicht alle Kinder im Grundschulalter können schwimmen. Die Zahl der Nichtschwimmer ist in den letzten Jahren gestiegen. Das ist Fakt. Fakt ist aber auch, dass sich viele Familien einen Schwimmkurs für ihre Kinder finanziell nicht leisten können. Deshalb ist es gut, dass der Schwimmunterricht fester Bestandteil der Lehrpläne unserer Schulen ist und bleibt, sowohl in unseren Grundschulen als auch in den weiterführenden Schulen. Für uns als SPD-Fraktion steht fest, alle Kinder sollen schwimmen lernen unabhängig davon, wie dick der Geldbeutel der Eltern ist. Gut, dass unsere Landesregierung dieses Thema bereits seit Jahren im Blick hat und es dazu auch schon hervorragende Lösungsansätze gibt. Gerade vor knapp drei Wochen verkündete unser Sportminister Reinhold Jost, das erfolgreiche Programm „Sicher! Unsere Kinder lernen schwimmen“ wird nicht nur reaktiviert, sondern auch erweitert. Das Programm wurde bereits vor drei Jahren ins Leben gerufen, um eine frühzeitige und umfangreiche Schwimmausbildung für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Im Jahr 2024 besteht dieses Programm aus drei Säulen. Die erste Säule umfasst die Finanzierung von Schwimmkursen. Um jedem Kind eine Teilnahme zu ermöglichen, werden Kurse zur Grundlagenausbildung, welche mit dem Seepferdchen-Abzeichen oder Aufbaukurse, welche am Ende mit dem Schwimmabzeichen in Bronze abgeschlossen werden, mit 75 Euro pro teilnehmendem Kind unterstützt. Dazu kommt eine Kostenpauschale für den Kursanbieter, mit der Honorare oder Materialbedarfe verringert oder ganz abgedeckt werden können. In der zweiten Säule wird die Ausbildung von zusätzlichen Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrern bezuschusst und die dritte Säule beinhaltet schließlich die Finanzierung der Anmietung von Wasserflächen. Insgesamt 250.000 Euro stehen damit für diese Schwimmlernoffensive zur Verfügung. Auch Kurse, die schon im November begonnen haben, können eine Förderung erhalten. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich denke, das kann sich sehen lassen. (Beifall von der SPD.) Lieber Herr Dörr, wenn Sie als einziger Vertreter der AfD im Ausschuss für Inneres, Bauen und Sport die Ausschusssitzung am 29.02. nicht vorzeitig verlassen hätten, hätten Sie das mitbekommen, dass dieses Programm neu aufgelegt wurde, und Sie hätten sich Ihren Antrag sparen können. (Beifall von der SPD.) Neben diesem neuen Schwimmprogramm gibt es aber auch zusätzlich Maßnahmen des Bildungsministeriums, die Schulen beim Thema Schwimmen weiter zu unterstützen. Die Grundschulen können Sportmoderatorinnen und -moderatoren einsetzen, die im Schwimmunterricht mit ihrem Fachwissen zur Seite stehen, und am Bildungscampus haben Lehrkräfte die Möglichkeit, regelmäßig Fortbildungen zu besuchen. Hier frischen sie ihr Wissen zur Didaktik und Methodik der Wassergewöhnung und des Schwimmenlernens auf und erneuern ihre Kenntnisse. Das ist auch ganz wichtig, damit die Lehrer nicht, wie Sie eben vermuteten, die Kinder nur im Wasser rumspringen lassen. Ebenfalls können mit Schwimm-AGs noch zusätzliche Angebote an den Schulen ermöglicht werden. Die Erfolge, die die Schülerinnen und Schüler während der Schulzeit erzielen, können in einem Schulschwimmpass dokumentiert werden. Liebe Kolleginnen und Kollegen. Schwimmenlernen ist und bleibt ein wichtiges Thema. Ich bin froh, dass bereits so viele verschiedene Initiativen am Start sind, um allen Kindern in Zukunft Sicherheit im Wasser zu vermitteln. An dieser Stelle auch ein dickes Dankeschön an die vielen Menschen, die sich bei der DLRG, den Vereinen im Saarländischen Schwimmbund oder dem Kneipp-Bund engagieren, um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. (Beifall von der SPD.) Den Antrag der AfD lehnen wir ab. Glück auf! (Beifall von der SPD.)
