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Frank Wagner

CDU 13.03.2024 Sitzungen 17/23

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Special Olympics Nationalen Spiele kommen 2026 ins Saarland. Selbstverständlich beginne auch ich mit dieser positiven Nachricht, die zweifelsohne sehr, sehr positiv ist und ein gutes Signal für den Sport, für die Inklusion, für den Tourismus im Saarland. Die positive Nachricht wurde am Freitag, den 23. Februar, verkündet. Warum sage ich das? An dem Tag gab es unterschiedliche Nachrichten. Am Morgen die sehr positive Nachricht, dass die Special Olympics ins Saarland kommen. Mit Pauken und Trompeten wurde das verkündet, das kann man auch verstehen. Wir freuen uns, wie ich es eben gesagt hat, natürlich auch. Nachmittags kam dann die Nachricht von Ford, dass letztendlich hier keine Lösung im Automobilbereich gefunden wurde und sich kleinere Firmen ansiedeln wollen. Das ist dann so ein bisschen auslaufend kurz vor dem Wochenende noch mit vertont worden. Das mag vielleicht ein Zufall gewesen sein, wer weiß. Das wollte ich an der Stelle kurz angesprochen haben. Zurück zu den Special Olympics. Das sind drei positive Nachrichten für den Sport und auch die Chance zu zeigen, wie gut wir im Bereich der Sportstätten, in der Vereinslandschaft, in den Sportverbänden im Saarland aufgestellt sind für die Inklusion. Ich glaube, der Sport ist schon seit vielen, vielen Jahren und Jahrzehnten Vorreiter im Bereich der Inklusion, dem Miteinander von SportlerInnen aus vielen Bereichen, behindert oder eben auch nicht behindert. Im Tourismus gibt es auch eine große Chance, ich gehe nachher noch kurz darauf ein. Die Freude über die Nachricht wurde allerdings schnell etwas eingetrübt, nämlich mit Bekanntgabe der Saarlandkarte. Viele können sich vielleicht daran erinnern, am 24. Februar wurde die Saarlandkarte veröffentlicht, mit 26 geplanten Sportstätten und mit einem großen erkennbaren weißen Fleck: Der gesamte Nordwesten ist bis jetzt weiß. Dort findet kein sportlicher Wettkampf bei den Special Olympics statt. Vielleicht tut sich noch etwas, dazu werden wir nachher mit Sicherheit etwas hören. Die Kommunen beziehungsweise die Landkreise wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Es gab keine aktive Abfrage, keine Bewerbungsmöglichkeit im Vorfeld. Ich weiß, dass der eine oder andere auch aus dem Landkreis Merzig-Wadern aktiv auf das Sportministerium zugegangen ist. Von daher ist es nach dieser Bekanntgabe verständlich, dass (Abg. Wagner (CDU)) es die eine oder andere negative Stimme gab, die das auch angesprochen hat. Ich nehme zur Kenntnis, ich freue mich darüber, dass anscheinend etwas Bewegung in die Sache gekommen ist. Der Flyer liegt vor und da steht eindrucksvoll drin, dass anscheinend noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Aber das letzte Wort bezieht sich natürlich auf Sportstätten und nicht auf irgendeine kulturelle Veranstaltung, die nur Sinn macht, wenn die Sportlerinnen und Sportler auch vor Ort sind. Ich möchte ganz klar sagen, ich möchte hier keine Neiddebatte lostreten und die eine Stadt gegen die andere Kommune ausspielen. Alle, die hier aufgelistet sind, werden mit absoluter Sicherheit einen tollen Job machen, davon bin ich felsenfest überzeugt. Und gerade dort, wo die Verbände, die Vereine vorbildlich miteinander zusammenarbeiten, ist das eine große Chance. Aber wie sieht es in meinem Heimatlandkreis Merzig-Wadern aus? Es gab in den vergangenen Jahren mehrere Großereignisse, im vergangenen Jahr die Deutschlandtour, seit vielen Jahren gibt es Handball, ein Nationalmannschaftturnier im Jugendbereich, die Schullaufmeisterschaften; es ist vorbildlich, dass dort Verein, Verband, Behörde, Kommune, Landkreis zusammenarbeiten. Das wäre die Chance gewesen, zu sagen: Das nutzen wir zumindest mal mit einer Sportstätte. Die Ministerpräsidentin Anke Rehlinger wohnt in Merzig-Wadern, ja, sie wohnt sogar fast direkt neben dem Golfplatz. Man kann zu Fuß hingehen. Es ist ein vorbildlicher Golfplatz, einer der schönsten im Südwesten, im Übrigen in den vergangenen Jahren - ich habe mich extra noch mal erkundigt - auch der Inklusion entsprechend ausgebaut, mit Ferienhäusern, mit vielen Möglichkeiten, um dieses Event ohne zusätzliche Kosten umzusetzen. Diese Chance wurde leider nicht genutzt. Sie, Frau Ministerpräsidentin, hätten für Ihren Heimatlandkreis ein positives Signal aussenden können. Von daher ist es verständlich, dass die Enttäuschung zum Stand heute riesengroß ist. Beim Krankenhaus haben wir nichts gehört, zum Thema Infrastruktur Nordsaarlandstraße hören wir nichts. Jetzt wäre die Chance gewesen, eine positive Nachricht zu bringen: Gerade ins Nordsaarland holen wir ein größeres Event, beziehungsweise es wird eine Sportstätte im Landkreis Merzig-Wadern einbezogen. Bis jetzt Fehlanzeige. (Zuruf des Abgeordneten Commerçon (SPD).) Genau, sie ist Ministerpräsidentin fürs ganze Saarland. Es wird immer von der Saarlandliebe gesprochen, aber sie lässt zum wiederholten Mal die eigene Region außen vor, zum wiederholten Mal! (Lachen und Kopfschütteln bei der SPD.) Ich sehe nur Kopfschütteln. Ich bin gespannt. - Das hat nichts mit Saarlandliebe zu tun. Es fehlt zum wiederholten Mal das Gefühl fürs gesamte Saarland. Und das entspricht den Tatsachen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall von der CDU.) Es gibt ja die Möglichkeit, hier noch zu korrigieren, auch in anderen Sportarten, ob das Kanu, ob das Fahrradfahren ist, es gibt viele Möglichkeiten, ich könnte viele weitere Möglichkeiten aufzeigen, wo keine zusätzlichen Investitionen getätigt werden müssen - das ist auch ein wichtiger Punkt. Stichwort Tourismus: Hierfür ist es eine Riesenchance. Über dieses Thema - schade, dass der Wirtschaftsminister jetzt nicht da ist - haben wir oft gesprochen. Ich muss es kurz erwähnen: Die Lachnummer Saarvenir ist immer noch in aller Munde. Man kann es nicht nur überall nachlesen, sondern man wird immer wieder darauf angesprochen. (Abg. Arweiler (SPD): Es geht um die Special Olympics.) Ja, es geht ums die Special Olympics. Ich will es kurz erklären. - Es wäre die große Chance gewesen, um die Saarschleife nicht nur auf den Kopf zu stellen, sondern diese Schleife hier zu integrieren. Das Wahrzeichen des Saarlandes in dieses Event zu integrieren, das ist nicht gelungen. Bis jetzt Fehlanzeige. Vielleicht kommt irgendein Event dahin, das soll ein Hinweis sein. Die Saarschleife gehört immerhin aktuell wieder zu den zehn schönsten Naturwundern in Deutschlands. Das findet hohe Beachtung, wenn man es googelt, erscheint es in den Suchergebnissen oben, und egal auf welchen Kanälen, die Leute sprechen einen auf die Saarschleife an. Es wäre die große Chance für den Tourismus, hier einen Akzent zu setzen. Auch diese Chance wurde nicht genutzt. Zusammengefasst: Das Vorhaben Special Olympics ist eine tolle Sache, eine gute Sache, die wir komplett unterstützen. Aber es gibt noch eine Menge Arbeit im Feinschliff, in der Korrektur. Hier erwarten wir nach den Ankündigungen im Flyer Taten. Wir hoffen, dass es die eine oder andere Korrektur geben wird. - Vielen Dank. (Beifall von der CDU.)

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