Friedrich Josef Dörr
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Unser Wald ist ein hohes Gut. Auf unseren Wald sind wir stolz. Unseren Wald wollen wir schützen und bewahren. Er ist für uns, für die Erholung und für die Umwelt gut. Er ist natürlich auch ein (Abg. Dörr (AfD)) Pluspunkt für den Fremdenverkehr. Wir haben gehört, dass die Zahlen gestiegen sind. Das sind gute Nachrichten. Der Kollege Thielen hat eindrucksvoll dargestellt, welche Gefahren auf den Wald zukommen. Das brauche ich nicht alles zu wiederholen. Der Kollege Ahr hat gemeint, wenn ein Baum gefällt wird, werde ein neuer nachgepflanzt. Ich stelle aber mal die Frage: Ist der neue, der gepflanzt wird, auch so groß wie der alte, der gefällt worden ist? Das wird immer eins zu eins gestellt, aber in Wirklichkeit ist es so, dass ein riesiger Baum gefällt und ein kleines Pflänzchen nachgepflanzt wird. Wenn sich die Regierung Gedanken macht, ob unser Energiebedarf durch erneuerbare Energien befriedigt werden kann, dann ist das eine gute Sache. Ich frage aber: Wieso ist nicht auf jedem Dach eines öffentlichen Gebäudes - ich nehme nur mal die Gebäude, für die das Saarland verantwortlich ist - schon eine Fotovoltaikanlage? Als Lehrer habe ich gelernt, dass man immer mit gutem Beispiel vorangehen soll. Da könnte die Regierung doch zeigen, wie ernst sie es meint. Zu den Windrädern: Schon vor Jahren, als wir in den Landtag kamen, ist mein Kollege Rudolf Müller gefragt worden, ob wir für oder gegen Windräder zur Stromerzeugung sind. Wir haben damals schon ein sehr differenziertes Verhältnis zu den Windrädern gehabt und haben auch schon gewusst - das hat sich nicht geändert -, dass die Bevölkerung gegen einen massiven Ausbau von Windrädern ist. Die Bevölkerung ist dagegen. Warum wird das trotzdem mit dieser Vehemenz betrieben? - Da fällt mir nur eines ein: Mit der Errichtung und dem Betrieb dieser Windräder wird viel Geld verdient. Deshalb ist das immer so, meiner Ansicht nach. Weil die Bevölkerung dagegen ist und man diesen Widerstand brechen will und ihn nicht mit Gewalt brechen kann, kommt man auf zarten Pfoten an und sagt zuerst einmal, um die Gemeinderäte günstig zu stimmen: Ihr werdet an diesem Projekt beteiligt. Ihr könnt das Geld zum Beispiel für Kindergärten oder sonst was ausgeben. - Auf diese Art und Weise versucht man, die Gemeinde- und Stadträte zu gewinnen. Man hat auch private Geldgeber angesprochen. Das sind Multiplikatoren. In der Regel sind das keine Leute, die keinen Einfluss auf andere haben. Wenn sie selbst an diesen Windrädern beteiligt sind, werden sie nicht negativ darüber reden. Man versucht also auf diese Art und Weise, den unserer Ansicht nach berechtigten Widerstand gegen einen massiven Ausbau der Windräder zu brechen. Wir sind absolut dagegen. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
