Friedrich Josef Dörr
Der Fraktionsvorsitzende Josef Dörr hat das Wort, Frau Präsidentin! - Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Frau Schmitt-Lang hat schon sehr viel gesagt, was richtig ist. Sie und ihr Vorredner, Herr Haas, haben eigentlich dokumentiert, was ich am Anfang bei der Verfassungsänderung schon gesagt habe, dass nämlich die Gemeinschaftsschulen nicht gleichwertig zum Gymnasium behandelt werden. Man strebt in diesem Gesetzentwurf danach. Das ist gut, aber wir werden sehen, was dabei herauskommt. Einen Punkt möchte ich noch anfügen. Er ist mir zu kurz gekommen beziehungsweise nicht genannt worden. Das ist ein Problem, das die meisten auch nicht kennen können. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass die Schulleitungen oder die Schulleiter und Schulleiterinnen nach der Größe der Schule besoldet werden. Das ist eine Sache, über die man mal ein bisschen nachdenken müsste. Ich habe eine kleine Schule geleitet. Ich habe auch große Schulen geleitet. Kleine Schulen haben weniger Aufwand, weniger Arbeit, aber sie haben auch weniger Hilfe und Möglichkeiten. Größere Schulen haben mehr Möglichkeiten, sodass der Schulleiter, ob er eine kleine Schule oder eine große Schule leitet, am Schluss müde nach Hause geht. Man könnte wirklich einmal überlegen, ob diese Unterschiede so wichtig sind. Man könnte auch überlegen, ob das nicht dazu führt, dass es einen Anreiz gibt, möglichst große Schulen zu haben und zu leiten, und ob es vielleicht dazu führt - das war bei mir zum Beispiel der Fall -, dass man aus nicht sachlichen Gründen an eine andere Schule, bei mir war es eine größere Schule, versetzt wird, weil nur dann das Gehalt stimmt. Da wäre es besser, man könnte aus sachlichen Erwägungen solche Entscheidungen treffen. Man sollte es nicht abhängig machen von der Anzahl der Schüler. Wir werden uns enthalten. - Herzlichen Dank! (Beifall von der AfD.)
