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Timo Ahr

SPD 15.03.2023 Sitzungen 17/12

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Ich möchte mich ganz besonders bei dir, liebe Steffi, und auch bei dir, liebe Ute, bedanken für diese ambitionierten Reden und den Einsatz dafür, das Land zu einem Start-up-Land zu machen. Wir müssen an den Dingen, die wir schon gut machen, festhalten. An den Dingen, die noch zu verbessern sind, müssen wir weiterarbeiten. Wir reden in den letzten Wochen und Monaten über Strukturwandel in unserem Land. Bei Strukturwandel werden ganz oft die große Industrie und die großen Unternehmen genannt. Das ist gut und wichtig, denn sie sorgen auch für Zigtausende von Jobs und auch für die Überlebensfähigkeit des Mittelstandes. Wir müssen aber bei der Transformation und beim Strukturwandel auch die kleineren Unternehmen unter die Lupe nehmen und sie unterstützen. Diese kleinen Unternehmen und den Mittelstand müssen wir genauso wie die Start-ups in den Blick nehmen. Deshalb (Abg. Ahr (SPD)) gilt der Marketing-Spruch des Saarlandes auch hier: „Großes entsteht immer im Kleinen“. Das gilt auch für Start-ups, liebe Freundinnen und Freunde! (Beifall von der SPD.) Ich bin dankbar, dass wir in letzten Debatten noch einmal über die Diversifizierung unserer Wirtschaft geredet haben. Ich sage das als jemand, der selbst aus der Industrie kommt. Wir reden darüber, dass wir uns breit aufstellen, die Wirtschaft resilient organisieren und am Ende so dafür sorgen, dass wir bei den nächsten Krisen handlungsfähig bleiben, dies als Wirtschaft, als Land und am Ende auch als Staat. Deshalb ist es gut, lieber Ulrich, dass auch schon die letzte Landtagsfraktion in der Debatte immer gesagt hat, dass Start-ups kein Beiwerk sind, sondern dass wir dafür sorgen müssen, dass sie in Zukunft wachsen. (Beifall von der SPD.) Wir haben damals schon gesagt, bei dem 5- Punkte-Plan, der zwar nicht alles umfasst, der sich aber jetzt im Handeln der Landesregierung widerspiegelt, geht es um Diversifizierung, es geht aber auch, liebe Ute, was du genannt hast, um die Nutzung des Potenzials im Saarland, in der Grenzregion, mit der engen Verzahnung und Vernetzung in unserem Land. All das sind Dinge, die wir in der Zukunft machen müssen. Es ist an der Stelle aber auch wichtig zu betonen, dass wir hier das gute Förderangebot und die gute Förderkulisse haben, lieber Jürgen, die ihr im Wirtschaftsministerium in den letzten Jahren den Start-ups und den Gründerinnen und Gründern anbietet. Dafür recht herzlichen Dank. (Beifall von der SPD.) Wir müssen dafür sorgen, dass die gute, sogar exzellente Wissenschaft, die wir hier mit den Forschungseinrichtungen haben, von der Papierlage, von den Forschungsergebnissen und den Ideen am Ende in neue Geschäftsmodelle hineinkommt. Es gilt, dies in einem organisierten Transfer zu unterstützen. Das tun wir an vielen Stellen auch mit Förderprogrammen, die wir im Saarland über die Bundesebene akquirieren. Es geht auch darum, neue Ideen zu werben, es geht darum, dass die Menschen in unserem Land neue Ideen entwickeln und am Ende die Gründerszene so dazu beiträgt, dass sie für Unternehmerinnen und Unternehmer im Ansiedlungsprozess, aber auch für die Wissenschaft und für die Fachkräfte relevant wird und bleibt. Das ist gut und wichtig für unser Land, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall von der SPD.) Wir müssen auch neue Geschäftsmodelle im Bereich der Digitalisierung, Automatisierung und der Kreislaufwirtschaft mit bedenken. Wir haben heute über das Klimaschutzgesetz gesprochen. Auch im Kontext der Nachhaltigkeit gilt es, über neues Wirtschaften zu diskutieren. Wir merken, dass Start-ups und der Mittelstand, der hier vor Ort verwurzelt und verzahnt ist, eine ganz große Regionalität haben. Diese Regionalität brauchen wir, weil genau das die Unternehmerinnen und Unternehmer sind, die am Ende zu unserem Saarland stehen. Dies haben wir beim Beispiel Ford in vielerlei Hinsicht vermissen müssen. (Beifall von der SPD.) Steffi und Ute haben es angesprochen. Es gibt über 15 Plattformen im Saarland, die in den nächsten Jahren enger zusammengeführt werden. So habe ich dich, lieber Jürgen, verstanden. Es gibt Ausgründungen aus der Uni, der htw und dem DFKI. Auch saaris erbringt dort Leistungen und es wird Raum zur Verfügung gestellt. Es gibt das East Side Fab, wo man Menschen zusammenbringt, die Ideen austauschen und Großes entstehen lassen. Es ist eben nicht nur die Finanzierung, die im Übrigen von der SIKB mit bereitgestellt und organisiert wird. Mittlerweile ist sie auch mit einem Fuß im co:hub66 drin, damit Gründerinnen und Gründer direkt eine Beratung zur Finanzierung bekommen. Es geht auch darum, dass wir es schaffen, das Wichtigste in unserem Land, nämlich das Gold in den Köpfen der Menschen, am Ende in Ideen, Geschäftsmodelle, Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze zu bekommen. Das gilt es auszubauen und zu stärken. Es geht auch darum, das, was wir in der Vergangenheit schon getan haben, aufrechtzuerhalten. Das ist unser Auftrag im Kontext Gründungen und Start-ups. (Beifall von der SPD.) An dieser Stelle muss man auch einmal Danke sagen, denn auch in diesem Bereich gibt es viele ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen. Ein Beispiel ist das Business Angels Netzwerk Saar, bei dem Ehrenamtliche Leistungen als Paten übernehmen. Man greift den Gründerinnen und Gründern unter die Arme, man unterstützt sie bei ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Unternehmertum. Ich möchte der IHK ein großes Dankeschön aussprechen, die das mit dem Wirtschaftsministerium und vielen anderen exzellent organisiert. Von dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. (Beifall von der SPD.) Lieber Jürgen, es gibt viele Wettbewerbe, die ihr unterstützt, um das Unternehmertum, die Startups voranzutreiben. Ein Wettbewerb heißt „1,2,3 Go“, der jetzt mit 20.000 Euro neu finanziert wird. Das klingt vielleicht nicht ganz so viel, trägt aber dazu bei, dass Unternehmerinnen und Unternehmer und Start-ups sagen: „Jawohl, da machen wir mit, unsere Ideen verschenken wir nicht, sondern wir nutzen diese Chance.“ Das ist (Abg. Ahr (SPD)) gut, das begrüßen wir. Lieber Jürgen, bitte mehr davon! Wir wollen auch - das ist ein weiterer Punkt - in einem neuen Landesprogramm, dem Starter Stipendien Saar, fördern. Dies soll mit maximal 3.000 Euro pro Monat erfolgen. Das wird dazu beitragen, dass man in dieser Anfangsphase, die ja für viele Menschen sehr unsicher ist und Mut von ihnen erfordert, etwas mehr Freiheit bekommt. Ich könnte die Rede nicht beenden, ohne es an dieser Stelle zu erwähnen: 600 Millionen Euro wird es in den nächsten zehn Jahren für Innovationen geben. Der Transformationsfonds und viele andere Maßnahmen machen das möglich. Innovation spiegelt sich auch in der Gründungslandschaft wider. In den Gründungs- und Technologietransfer werden in den nächsten zehn Jahren 250 Millionen fließen. Nun kann man sagen, dies sei eine ambitionierte Forderung von der CDU, aber wir sind quasi schon in der Umsetzung und zeigen mit diesem Topf ganz deutlich, dass der Ausbau dieses Ökosystems für uns relevant und uns ein großes Anliegen ist. Von daher danke ich Ihnen, vor allem der Landesregierung für dieses ambitionierte Ziel. Allen Saarländerinnen und Saarländer und allen Startup-Gründerinnen und Gründer da draußen sage ich: Wir glauben an euch und wir werden alles dafür tun, euch auf eurem Weg zu unterstützen. In diesem Sinne Glück auf! (Beifall von der SPD.)

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