Stephan Toscani
Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Ich wollte darauf hinweisen, dass wir uns in der Ersten Lesung des Gesetzes ganz bewusst enthalten haben. Wir haben nicht dagegen gestimmt, sondern haben uns enthalten und gleichzeitig gesagt: Wir wollen die Anhörung nutzen und im Sinne eines Ringens um die besseren Argumente unsere Argumente einbringen. Wir wollen vor allem auch zuhören, was die Lehrerinnen und Lehrer, was die Elternverbände und die Schülerverbände zu sagen haben. - All diese Verbände - Lehrer- und Elternverbände - haben in der Anhörung G9 kritisiert. Das interessiert Sie aber offensichtlich nicht. Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig als zu sagen, dieses G9, wie Sie es heute einführen wollen, können wir beim besten Willen nicht mittragen. Wenn Sie Ihre Position nicht verändern, wenn Sie nicht auf diejenigen zugehen, die berechtigte Kritik üben, dann können wir dieses G9 nicht mittragen. Wir stehen als CDU an der Seite derer, die sich Sorgen machen über das, was Sie heute beschließen. Wir stehen für ein gegliedertes Schulsystem, für eine Gemeinschaftsschule mit einem eigenständigen Profil und ein Gymnasium mit einem eigenständigen Profil. Sie als SPD stehen für ein Schmalspurgymnasium. Sie gehen heute durch die Hintertür den ersten Schritt Richtung Einheitsschule. Deshalb müssen Sie heute das tun, was Sie angeblich nie tun wollten: eine einsame Entscheidung treffen! - Danke. (Langanhaltender und lebhafter Beifall von der CDU.
