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Becker

15.02.2023 Sitzungen 17/11

Ich danke Ihnen, Herr Kollege Schäfer. - Herr Kollege Dörr, Sie haben eine Kurzintervention angezeigt. Ich darf Sie bitten, zum Saalmikrofon zu gehen. Abg. Dörr (AfD) mit einer Zwischenbemerkung: Herr Kollege Schäfer! (Zurufe: Welcher?) Wie bitte? (Zurufe: Welcher? - Sprechen und Lachen) Herr Kollege Raphael Schäfer! Ich habe heute Morgen aufmerksam zugehört, als Wirtschaftsminister Barke gesprochen hat. Er hat an einer Stelle gesagt: „Es ist Krieg.“ Das wird ja so nicht oft gesagt, und ich bin erschrocken, weil ich diesen Satz: „Es ist Krieg.“ in meiner Kindheit fast täglich gehört habe, bei allem, was ich gemacht habe. Man merkt den Krieg nicht täglich um sich herum, aber man merkt: „Es ist Krieg.“ Das habe ich als Kind sehr oft gehört, und das habe ich heute Morgen von Herrn Barke gehört. Er hat nicht gesagt „Angriffskrieg von sowieso“, sondern er hat nur festgestellt: „Es ist Krieg.“ Ich glaube auch, dass Krieg ist, und das ist ganz, ganz schlimm. Aber ein Krieg kann jederzeit auch beendet werden, und das ist das, was unser Antrag beinhaltet. Wir haben nur eine einzige Chance, aus dieser Sache ungeschoren hervorzugehen, nämlich indem dieser Krieg beendet wird. Am Schluss werden sowieso Verhandlungen stehen, da muss man nicht noch vorher so viele Leute umbringen. Ich versetze mich in Ukrainer; ich versetze mich natürlich in erster Linie in uns, in meine Kinder und Enkel und so weiter, aber ich versetze mich auch in Ukrainer. Die sind nicht alle Präsident und reisen in der Welt herum, das sind auch welche, die an der Front fallen. Und wenn jemand gefallen ist, hat er den Krieg schon verloren, bevor es weitergegangen ist. Und dort fallen viele Menschen. Man sagt, sie „fallen“, aber sie sterben dort, sie sind tot. Zahlen darüber werden nicht veröffentlicht, aber ich fürchte, es sind sehr, sehr viele. Und das ist unser Anliegen, dass dieses Blutvergießen beendet wird. - Danke. (Beifall von der AfD.)

Protokoll ↗