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Hermann-Josef Scharf

CDU 17.11.2022 Sitzungen 17/8

Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Dörr, Ihre Ausführungen zu Corona finde ich nur grotesk. Was geben wir den 1.948 Familien, die einen Menschen durch Corona verloren haben, zur Antwort? (Abg. Dörr (AfD): Durch die Maßnahmen.) Hören Sie bitte zu! Sie machen diese Dinge immer . Sie fordern das von anderen ein. Halten Sie sich dann auch an die Regeln! - Ich finde es wirklich grotesk. Sie gehen hier mit Leben um, dass es eine Schande ist. Was sagen wir den Menschen, die Long-COVID-Kranke zuhause sitzen haben? Ich lade Sie gerne ein, nach Homburg zu Professor Bals und zu Philipp Lepper auf die Intensivstation mitzugehen. Dort können Sie sich die Menschen betrachten, die an den Fol- (Abg. Scharf (CDU)) gen von COVID bis zum heutigen Tage leiden. Es sind vor allem viele junge Menschen und auch Leistungssportler, die nie ihre volle Kraft zurückbekommen haben. Was geben wir denen zur Antwort, wenn man sich so lapidar äußert, wie Sie das heute Morgen hier gemacht haben? Ich finde, das ist eine Unverschämtheit. Das muss man Ihnen immer wieder ins Stammbuch schreiben. (Beifall von der CDU und vereinzelt von der SPD .) Ich will feststellen, wir sind bisher in unserem Land durch diese Pandemie ordentlich und gut gekommen, weil wir besonnen vorgegangen sind, weil wir abgewogen haben. Die Beispiele sind gerade wieder genannt worden. In den Werkstätten für behinderte Menschen ist die Maskenpflicht aufgehoben worden. In den Pflegeheimen hat man korrigiert. Es ist ein tägliches Probieren und Ausloten. Es will doch keiner die Menschen quälen! Aber wir dürfen auch eines nicht machen: Wir dürfen jetzt nicht so tun, als gäbe es Corona nicht mehr. Corona wird uns weiter beschäftigen. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Das ist die Kunst, diese Dinge zu regeln. Ich kann uns nur raten, diesen besonnenen Weg weiterzugehen. Dann helfen wir den Menschen am meisten. Deswegen werden wir Ihren Antrag heute ablehnen. Hoffentlich bringen Sie ihn nicht mehr auf die Tagesordnung, weil es wirklich verlorene Zeit und Liebesmühe ist. (Beifall von der CDU.)

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