Friedrich Josef Dörr
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Heute Morgen habe ich schon mal die Frage gestellt, was das Wichtigste im Leben ist. Am Schluss waren wir uns alle einig: Das Wichtigste im Leben ist das Leben. Und was ist das wichtigste Nahrungsmittel, das wir haben? Wenn das nicht Thema wäre, würde man vielleicht nicht gleich darauf kommen, aber es ist das Wasser. Das Wasser ist unser wichtigstes Nahrungsmittel. Wir können durchaus vier Wochen oder auch länger ohne Essen auskommen, aber ohne Wasser nur ganz wenige Tage. Dann müssen wir sterben, wenn wir kein Wasser haben. Es gibt Gebiete auf dieser Welt, wo das schon seit eh und je eine bekannte Tatsache ist und mit dem Wasser äußerst sparsam umgegangen wird. Diese Gebiete mehren sich. Das hat auch mit Klimaveränderungen zu tun, mit Umweltverschmutzung und so weiter. Es gibt Leute, die sich schon vor längerer Zeit ums Wasser gekümmert haben, auch bei uns im Saarland. Ich habe in den Achtzigerjahren mal eine Zeitschrift rausgegeben - das hat nur ein paar Jahre gedauert -, da hieß es in einer Ausgabe: Trinkwassergewinnung im Bliestal und ihre Folgen. Da steht auch etwas von der Wasser-Kolonialmacht Saarbrücken drin. Herr Zehner ist im Stadtrat von Saarbrücken, vielleicht weiß er das. Es gibt die Wassergesellschaft Bliestal, in der Saarbrücken mit 90 Prozent eine absolute Mehrheit hat und das Bliestal praktisch majorisiert. Man hat sich schon vor 30 oder 40 Jahren beschwert, dass der Grundwasserspiegel gesunken ist, Brunnen versiegt sind, Häuser Risse bekommen haben und so weiter. Das Problem ist also nicht neu. Es rückt nur jetzt so langsam in das Bewusstsein aller. Wenn ich französischen Rundfunk höre, ist sehr viel von Wasser die Rede. Da ist auch die Rede davon, dass in der Normandie, wo man sich normalerweise saftige grüne Wiesen und Schafe oder Kühe, die dort weiden, vorstellt, ein eklatanter Wassermangel mit katastrophalen Folgen herrscht. Der Vorrede ein Ende. In unserem Antrag geht es uns darum, dass wir dieses Thema bewusst in Angriff nehmen, also von der Wasserwirtschaft, die wir gewohnt sind und in der wir Wasser verschwenden, zur Wassermangelwirtschaft umzuschalten. (Abg. Dörr (AfD)) Ich gebe nur ein paar Stichworte dazu, was wir alles falsch machen: Ist es denn normal, dass wir mit Wasser, was eigens vorbereitet, gesäubert, picobello ist, unsere Toiletten spülen? Ist das normal? Ist es normal, dass wir damit unsere Autos waschen? - Es gibt Leute und ich kenne solche, die schon seit 30 Jahre einen zweiten Wasserkreislauf - Brauchwasser und Trinkwasser - im Haus haben. Es sind nur Dinge, die ich anreiße. Ich will das jetzt nicht vertiefen, aber wir sollten uns um das Thema Wasser, das das Thema Wassermangel werden wird, kümmern. Das ist unser Antrag. - Ich bitte um Zustimmung. (Beifall von der AfD.)
