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Friedrich Josef Dörr

AfD 14.09.2022 Sitzungen 17/6

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Wir hatten in diesem Jahr eine Situation. Wir als AfD-Fraktion beantragen, sie als dauerhaft anzusehen und es immer so zu machen. Wir hatten nämlich von Mitte Juli bis Anfang September Ferien. Das hat dazu geführt, dass in der schrecklich heißen Zeit, also Ende Juli und über den ganzen August hinweg, die Kinder nicht in überhitzten Schulsälen, die nicht so gegen die Sonne geschützt sind, wie sie es sein sollten, sitzen mussten. Jetzt, da die Hitze gebrochen ist, wie man so landläufig sagt, können sie in die Schule gehen und alles ist in Ordnung. Dieser Termin war im Saarland schon fest, und dies über lange Jahre. Der französische Nationalfeiertag am 14. Juli war der Punkt - man höre und staune. Danach waren Ferien und Anfang September hat die Schule wieder angefangen. Aber im deutschen Schulwesen haben wir eine Einrichtung; das ist die Ständige Konferenz der Kultusminister. Sie regelt sehr vieles. Sie regelt auch Sachen, die wichtig sind, zum Beispiel Abschlüsse und deren gegenseitige Anerkennung. Sie regelt auch die Ferienordnung. Dort ist man auf den richtigen Gedanken gekommen, dass es nicht in Ordnung ist, wenn in ganz Deutschland nur sechs Wochen lang Ferien sind. Hotels sind dann überbucht; die Straßen sind voll. (Abg. Dörr (AfD)) Man wollte das entzerren. Man hat es auf drei Monate entzerrt. Und deshalb waren die Ferien etwas früher oder etwas später, weil es vielleicht dem einen lieber ist. Man hat das geändert in diesen Drei-Monats-Bereich. Man hat jedes Mal darüber verhandelt und über Jahre festgelegt. Es ist so, dass dieser Beschluss einstimmig gefasst werden muss. Das heißt, wir haben hier eine klare Möglichkeit, uns auszuklinken. Das haben die Bayern gemacht. Die Bayern haben diesen Zirkus nicht mehr mitgemacht. Die Gründe der Bayern können uns egal sein. Wir haben aber wichtige Gründe, weswegen wir das nicht mitmachen sollten. Zunächst einmal belasten wir den Fremdenverkehr in Deutschland nicht mit 1 Million Einwohner, die zu Beginn der Ferien mehrheitlich sowieso in den Süden reisen und mit den anderen überhaupt gar nicht in Verbindung kommen. Das ist das eine. Das andere ist, dass es für uns immer schwieriger wird, wenn man irgendwelche Termine festlegt. Dann muss man nachschauen, wie es im nächsten und im übernächsten Jahr ist, wenn die Ferien dauernd wechseln. Wenn sie einheitlich sind, stören wir niemanden. Wir haben die besten Termine, nämlich den halben Monat Juli und den gesamten Monat August. Man kann sich darauf verlassen. Die Lehrer betreffend ist es immer schwierig, weil die Schuljahre verschieden lang sind. Wenn ich zum einen früh und zum anderen spät Sommerferien habe, dann sind die Schuljahre verschieden lang. Das heißt, der Lehrplan muss entweder gedehnt oder gestrafft werden. Das alles sind Schwierigkeiten, die wir nicht brauchen. Das hier wäre eine Möglichkeit, bei der auch das Saarland einmal zeigen könnte, dass wir unabhängig sind und unsere Lösung haben wollen. Das kostet die anderen nichts. Wir tragen das der KMK vor. Das muss ja einstimmig beschlossen werden. Wenn wir nicht mit deren Lösung stimmen, dann klappt das auch nicht. Also wird man sich einigen. Man wird also diese Lösung haben. Und unsere Kinder, Eltern und Lehrer werden es uns danken, wenn wir ihnen das ermöglichen. Das ist unser Antrag. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)

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