landtag-saar.de ↗

Friedrich Josef Dörr

AfD 14.09.2022 Sitzungen 17/6

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Wir haben eben zwei sehr engagierte Vorträge gehört. Ich glaube, in der Zielsetzung sind wir alle einig. Ich möchte trotzdem zu beiden Vorträ- (Abg. Dörr (AfD)) gen eine Anmerkung machen. Herr Theis hat gemeint, es wäre schade, dass die SPD nicht auf sie zugekommen wäre, um eine größere Gemeinsamkeit zu bilden. Er hat aber gar nicht an die AfD gedacht. Entweder hat er gar nicht daran gedacht oder wieder die AfD ausgegrenzt. Die Kollegin Braun hat auch sehr engagiert geredet, was man alles unbedingt machen müsste, wie das so schlecht in der Welt aussieht und hat es dann aber nicht geschafft, dies ohne Polemik über die Bühne zu bringen. Sie hat immer von diesen „Unverbesserlichen“ gesprochen. Sie hat auch immer in die eine Richtung geguckt. Wahrscheinlich hat sie damit die AfD gemeint und insbesondere mich. Ich möchte doch gerne etwas dazu sagen. (Abg. Braun (SPD) wechselt den Sitzplatz.) Frau Braun, Sie können ruhig zuhören, dann können Sie etwas dazulernen, das wäre gar nicht so schlecht. (Sprechen. - Abg. Braun (SPD): Ich höre zu.) Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. - Ich will hier auf große Rhetorik verzichten. (Zuruf: Jawohl!) Ich will einfach mal sagen, dass man mit Vorurteilen vorsichtig sein muss. Als es Frau Braun noch nicht gab, habe ich in meiner Schule, in der ich verantwortlich war, eine der ersten Voltaikanlagen auf dem Dach gehabt. Ich habe einen Schulgarten gehabt. Ich bin mit dem Zug in diese Schule gefahren und die Wege zum Zug zu Fuß gegangen. Ich habe ein Ticket für das ganze Saarland, schon seitdem es das gibt, um mit dem Nahverkehr zu fahren. Im Augenblick habe ich leider kaum Zeit, es zu benutzen. Ich kann Ihnen auch sagen, dass ich schon 2010 die grüne Hausnummer für mein Wohnhaus beantragt habe, das ich selbst gebaut habe. (Anerkennendes Pfeifen.) Das ist mir auch genehmigt worden. Im Schreiben steht: „Ihr Wohnhaus im Quierschied erfüllt entsprechend der Beschreibung in Ihrem Antrag auf Verleihung einer grünen Hausnummer ‑ ‑ (Sprechen und Unruhe.) Ich weiß, dass Sie das lustig finden, wenn man für die Sache etwas in der Praxis macht, wo andere nur darüber reden. (Sprechen.) „Ich freue mich auch deshalb, Ihnen diese Nummer zuteilen zu dürfen. Besonderes Augenmerk wurde bei Ihrem Anwesen auf die effiziente Auslegung der Haustechnik zur Energie- und Wassereinsparung gelegt.“ - Ich hätte das nie erwähnt, wenn man nicht immer sagen würde, die AfD ist undemokratisch auf der einen Seite und antiumwelt auf der anderen Seite. Nein, als viele von Ihnen noch nicht gelebt haben, war ich schon in dieser Hinsicht aktiv und habe mein Haus so gestaltet, wie ich es konnte. (Sprechen und Zurufe.) Wenn Sie sich zu Wort melden wollen, können Sie auch hier reden, aber reden Sie mir doch nicht dauernd dazwischen, das mache ich doch bei Ihnen auch nicht. Diese beiden Anträge werden wir von der AfD ‑ ‑ (Zuruf des Abgeordneten Arweiler (SPD).) Ja, das ist klar, man zeigt immer seine schlechte Erziehung an der richtigen Stelle. Es sind aber auch immer dieselben. (Sprechen.) Wir haben uns entschlossen, beiden Anträgen zuzustimmen, weil wir denken, dass die Absicht in Ordnung ist, dass es ein Weg zur Bewusstwerdung dieses wichtigen Anliegens ist und dass wir Vorbild sein sollen. Ich unterstütze auch das, was Herr Theis gesagt hat, dass man auch persönlich, nicht nur hier im Landtag, sondern auch in seinem eigenen Bereich und dort, wo man Verantwortung hat, in diese Richtung tätig werden soll, damit man glaubwürdig ist. - Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall von der AfD.)

Alle Reden von Friedrich Josef Dörr Protokoll ↗