Jutta Schmitt-Lang
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor drei Wochen: Gleicher Ort, ähnliche Anfrage der drei Herren von rechts. Ich kann es kurz machen, aber aus mehreren Gründen. Nicht nur, weil das Thema ähnlich ist, sondern weil sich auch inhaltlich vonseiten der Regierung nichts Neues ergeben hat. G9 kommt nach den Sommerferien - Punkt. Keiner weiß genau wie, aber es kommt. Und da muss ich jetzt meiner Vorrednerin widersprechen, denn bisher wird tatsächlich wirklich nur aus der 8 eine 9, ansonsten ist hier noch nichts auf dem Tisch. Und zehn Tage vor Schuljahresende eine Befragung aller Schüler zu fordern, da gebe ich Ihnen Recht, das ist ein Stück weit absurd. Was die Schulgemeinschaften jetzt brauchen, sind nicht noch mehr unkonkrete Fragen. Die Schulen brauchen endlich konkrete Antworten auf die Fragen, die sie seit Wochen stellen. Deshalb an die Adresse der Ministerin: Wir gehen doch alle davon aus, dass Sie vor der Verkündigung, dass G9 im Frühjahr kommen wird, nicht nur ein leeres Blatt in der Schreibtischschublade hatten. Da muss es doch irgendeine Vorstellung davon gegeben haben, wie sich das Gymnasium durch diese Reform verändern soll. Stellen Sie sich also endlich dieser Debatte mit Ihren konkreten Vorstellungen! Warten Sie nicht bis zum letzten Schultag, wenn die Schulen nicht mehr reagieren können. Einen echten Dialog, einen offenen Dialog, die Möglichkeit, konkret zu Ihren Plänen Stellung zu beziehen, das haben Vertreter der Schüler, Eltern und Lehrer in dieser wichtigen Frage verdient. Und mehr gibt es an dieser Stelle heute auch gar nicht zu sagen. Deshalb: Unter diesem Aspekt - Antworten der Ministerin statt neuer Fragen der AfD - lehnen wir den vorliegenden Antrag ab. - Vielen Dank. (Beifall von der CDU.)
