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Josef Winkler

GRÜNE 17.09.2026 Sitzungen 19/7

Danke, Frau Präsidentin. – Ich habe den Antrag unter anderem deshalb abgelehnt, weil eine Überweisung an den Ausschuss abgelehnt wurde. Das ist selbst im Bundestag der Standard. Das wird nächste Woche geschehen. Das ist schon angekündigt. Wie der Ausschuss dann verfährt, ob er eine Anhörung macht oder sonst etwas, das ist noch offen, das wird dort diskutiert. Hier wird uns die Möglichkeit genommen. Obwohl im Vorhinein der Debatte angemeldet wurde, dass Beratungsbedarf besteht, wird diese Beratung verweigert. Ich frage mich, warum. Zum Zweiten habe ich dagegen gestimmt, weil für mich Organspende ein Akt der Nächstenliebe und ein freiwilliges Geschenk ist, nicht etwa eine Verpflichtung. Ich sage aus meinem Glauben heraus, es ist auch keine religiöse Verpflichtung, sondern sie ist freiwillig. Die meisten christlichen Kirchen akzeptieren den unmittelbaren Ausfall aller Hirnfunktionen als klares Zeichen für den Tod. Nicht alle. Es gibt welche, die sagen, es ist ein Eingriff in den Sterbeprozess. Aber insgesamt ist es akzeptiert. Das, was jetzt hier geschieht, was zumindest geschehen soll, was man sich wünscht und auf Bundesebene über den Antrag, der gerade beschlossen wurde, einführen will, führt zu neuen Ängsten und könnte genau das Gegenteil von dem bewirken, was er eigentlich bezwecken soll, nämlich es gibt einen Dammbruch in die falsche Richtung, und mehr Menschen machen sich Sorgen, und weniger Leute spenden Organe. Das hätte man vermeiden können, wenn man das vernünftig debattiert hätte. Deshalb habe ich abgelehnt.

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