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Dr. Lea Heidbreder

GRÜNE 17.09.2026 Sitzungen 19/7

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Uns eint, glaube ich, in diesem Rund das Ziel, dass wir mehr Organspenderinnen und Organspender wollen. Ich persönlich kann der Widerspruchslösung sehr viel abgewinnen, weil wir genau wissen, dass in der akuten Situation 80 Prozent der Angehörigen sich gegen Organspenden entscheiden, obwohl 80 Prozent in der Gesellschaft eigentlich Organspenderinnen und -spender sein wollen. Sie haben in Ihrem Antrag aber die Neudefinition des Todeszeitpunkts mit dieser Debatte der Widerspruchslösung verknüpft. Ich glaube, in diesem Hauruckverfahren dieses Thema „Todeszeitpunkt“ aufzugreifen, erweist dem ganzen Thema einen Bärendienst. Die größte Sorge bei diesem ganzen Thema ist doch, dass die Menschen Sorge haben, dass Patientinnen und Patienten zu früh aufgegeben werden, wenn noch eine Chance auf Leben besteht. Das ist nicht objektiv, aber das ist eine subjektive Sorge, die es gibt. Ich fühle mich persönlich nicht in der Lage, innerhalb von sechs Tagen, so lange, wie dieser Antrag jetzt vorliegt, darüber zu entscheiden, ob Herz-Kreislauf-Stillstand oder Hirntod am Ende der Todeszeitpunkt sein soll. Ich hätte mir gewünscht, dass wir bei dieser interdisziplinären Frage, die aus ethischer, die aus rechtlicher, die aus medizinischer Sicht zu ganz anderen Ergebnissen kommen kann, uns Zeit genommen hätten, das zu diskutieren, gerade wenn ich jetzt auch gehört habe, dass erst gestern dazu ein neues Gutachten vorgelegt wurde. Es geht nicht darum, das Thema zu verzögern, sondern für mehr Akzeptanz für dieses Thema zu sorgen. Ich habe mich deshalb enthalten.

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