Clemens Hoch
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordnete! Hitze ist mehr als eine Frage des Wetters. Wir haben vor allem in diesem Jahr erlebt, dass es eine gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung gleichermaßen ist. Das betrifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Die Frage von Hitze und dem Leiden unter Hitze ist auch eine sozialpolitisch relevante Frage. Liebe Frau Eder, ich hätte noch verstanden, wenn Sie einen Antrag gestellt hätten, um zu sagen, wir müssen darüber diskutieren, ob wir mehr für den Klimaschutz tun. Ja, da hätten wir uns sogar gefunden. Ich erinnere mich lebhaft an Diskussionen der vergangenen Jahre zum Beispiel darüber, wo und wie viele Windkraftanlagen man in diesem Land aufbaut. Was ich aber, Frau Eder, bei Ihnen überhaupt nicht verstehe, ist, dass Sie gerade das Thema „Hitzeschutz und Klimaanpassung“ für sich versuchen zu entdecken. Mein Haus und ich waren es, die den Hitzeaktionsplan aufgelegt haben. Nicht, weil plötzlich das Gesundheitsministerium für alle gesellschaftlichen Bereiche zuständig ist – wie Schulen, Kitas, kommunale Versiegelung, Pflegeheime –, sondern weil die Klimaministerin es nicht machen wollte und keine Lust auf Klimaanpassungsmaßnahmen hatte. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Hört, hört! –
