Alexander Schweitzer
Darauf warte ich schon lange!) – Es ist schön, dass Sie sich freuen. Rund 50 kompakte Videopodcasts bieten als digitale Elternabende praxisnahe Tipps zur Medienerziehung. Gleichzeitig bin ich fest davon überzeugt, dass wir Kinder und Jugendliche dort schützen müssen, wo sie selbst es noch nicht können, wo sie sich über die Konsequenzen der Nutzung nicht im Klaren sein können – Stichwort „Private Nutzung internetfähiger digitaler Endgeräte“. Das Inkrafttreten von verbindlichen und allgemeingültigen Regelungen streben wir zum 1. Februar 2027 an. Ja, zum Februar 2027, denn Sorgfalt geht bei uns immer noch vor Schnelligkeit. (Beifall der CDU und vereinzelt bei der SPD) Notwendige Ausnahmen etwa natürlich für Lehr- und Lernzwecke – darüber brauchen wir nicht zu sprechen –, aber auch für medizinische Belange wird es selbstverständlich geben. Ich bin mir sicher, wir nehmen damit sozialen Druck von jungen Menschen, immer da zu sein, immer online zu sein, immer erreichbar zu sein, und schaffen Raum für genau das, was im späteren Leben nämlich wirklich zählt: das persönliche Gespräch, die unmittelbare Interaktion. Das sind absolute Kernkompetenzen, die ein Algorithmus niemals ersetzen wird. Ebenfalls zum zweiten Schulhalbjahr – auch da Sorgfalt vor Schnelligkeit – wollen wir die Ergebnisse zur Modifizierung der Prüfungskultur umsetzen. Schauen wir mal, was kommt. Es wird sinnvolle Formate geben, mit denen die Lehrkräfte den Wissensstand bei den Schülerinnen und Schülern erheben können. Darauf kommt es an. Insgesamt wollen wir in diesem Schuljahr viel anpacken und viel erreichen. Das aber geht nur gemeinsam. Das heißt, gut zuhören, leidenschaftlich diskutieren, Ideen aufnehmen und abwägen und dann die beste Entscheidung für unsere Kinder treffen. Wenn wir damit Bildung ins Zentrum einer konstruktiven, zuversichtlichen öffentlichen Debatte rücken und echte Veränderungen anstoßen können, haben wir viel erreicht. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall der CDU und bei der SPD)
