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Matthias Lammert

29.01.2026 Sitzungen 18/102

Nächster Redner ist für die Gruppe FREIE WÄHLER Abgeordneter Helge Schwab. Abg. Helge Schwab, Gruppe FREIE WÄHLER: Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Alle Jahre wieder befasst sich dieses Hohe Haus mit dem Zustand unserer heimischen Wälder. Das ist wichtig, zumal es in jüngerer und jüngster Vergangenheit vor allem eine Konstante gab, nämlich dass Ist-Bestand und Prognosen düster bewertet werden. Dank des wettertechnisch durchwachsenen, zum Teil sogar miesen Jahres können wir aber durchatmen. Die Landesregierung räumt ein, dass die Waldzustandserhebung einen Rückgang geschädigter Bäume um 18 % ergeben hat, und dies trotz Klimawandels. Wir sollten die kleine Verschnaufpause nutzen und schauen, wie wir unsere Wälder weiter fit für die Zukunft machen können. Hoffnungsvolle Ansätze gibt es bereits, etwa in der Aufforstung durch die Kombination von bewährten und neuen Baumarten. Nachdenklich stimmen sollte allerdings die Aussage, dass es bei den Luftschadstoffen in den vergangenen Jahren keine durchgreifenden Verbesserungen gegeben hat, und das, obwohl die Anteile von Schwefeldioxid, Stickoxiden, Ammoniak und flüchtigen organischen Verbindungen deutlich zurückgegangen sind. Als „Ketzer“ oder „Leugner“ könnte man jetzt nach dem Sinn dessen fragen, was uns bisher als unerlässlich für den Klima- und Umweltschutz benannt wurde. So weit wollen wir FREIE WÄHLER natürlich nicht gehen. Wir stehen aber für eine Klima- und Umweltpolitik mit Augenmaß. Leben und leben lassen. Eine Politik, die nicht laufend den Druck auf Energiewirtschaft, Landwirtschaft sowie Industrie, Handwerk und Gewerbe derart erhöht, dass die internationale Konkurrenzfähigkeit immer stärker leidet. Vor diesem Hintergrund fordern wir weitere direkte Investitionen in unsere Wälder, die – neben der Photosynthese – nicht nur wichtige Naherholungsgebiete, sondern auch ein wichtiges Fundament unserer heimischen Wirtschaft sind. Fazit: Der Waldzustandsbericht zeigt, dass es trotz der Verschnaufpause keinen Grund zur Entwarnung gibt. Detailliert wird der Zustand von Baumarten geschildert, und dabei werden auch regionale Besonderheiten genannt. Als Beispiel mag der schlechte Zustand der Kiefer in der Rheinebene genügen. Wir wissen noch nicht, wie sich das Jahr 2026 entwickeln wird. Was wir aber wissen, ist, dass der Einsatz für unsere Wälder, unabhängig von der politischen Couleur, nicht nachlassen darf. Vielen Dank. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER)

Protokoll ↗