Kathrin Anklam-Trapp
Jetzt eröffnen wir die zweite Runde. Der Sprecher der Gruppe FREIE WÄHLER, Abgeordneter Helge Schwab, hat das Wort. Abg. Helge Schwab, Gruppe FREIE WÄHLER: Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Damen und Herren! Anscheinend habe ich ungewollt einen Nerv getroffen, wenn ich die Redner der FDP gehört habe. Na ja, was Handwerk vor allem braucht, ist ein besseres Image. Trotz des großen Engagements in den vergangenen Jahren in Sachen Berufsvorbereitung gibt es immer noch Defizite. Künftig wird es darum gehen, Eltern noch besser als bisher einzubinden. Handwerk von heute fordert vor allem den Geist. Die Chancen, die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems zu nutzen, sind hervorragend. Das muss in die Köpfe. Anstatt neue, erstaunliche Studiengänge zu konzipieren, erscheint es uns FREIEN WÄHLERN sinnvoller, mehr Geld in die überbetrieblichen Ausbildungsstätten des Handwerks zu investieren. (Vizepräsident Matthias Lammert übernimmt den Vorsitz) Unsere Berufsbildungszentren waren einst weltweit führend. Sehr oft in den 80er- und 90er-Jahren errichtet, gibt es heute vielerorts mit Blick auf Automatisierung und KI erheblichen Nachbesserungsbedarf. Entsprechende Forderungen der vier rheinland-pfälzischen Handwerkskammern kommen nicht von ungefähr, Frau Ministerin. Abschließend sei darauf hingewiesen, dass wir echte Partnerschaften brauchen, vor allem mit Blick auf die Energiewende. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass wir unseren Selbstversorgungsgrad erhöhen müssen. Das Handwerk ist ein Schlüssel zum Gelingen. Es baut, es saniert, es wartet. Mit Blick auf die neue Legislaturperiode brauchen wir einen runden Tisch, um sicherzustellen, dass das Handwerk seine Aufgaben auch erfüllen kann. Ich denke, es liegt nicht in unserem Interesse, wenn große Wettbewerber allein den Markt beherrschen. Fazit: Wir müssen uns einiges einfallen lassen, und das sage ich auch mit Blick auf die kommunale Familie, für die wir FREIE WÄHLER stehen. Es geht nur gemeinsam, zumal es schon lange nicht mehr so schwer war, die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Das sage ich auch mit Blick auf unser Miteinander hier im Plenum. Trotz aller unterschiedlichen Auffassungen geht es uns doch allen vor allem darum, für unser Land das Bestmögliche zu erreichen. Deswegen war es für mich auch wichtig, unsere Aktuelle Debatte in der letzten Plenarsitzung (Glocke des Präsidenten) – ich komme zum Schluss – der laufenden Legislatur versöhnlich und konstruktiv zu gestalten. Dass Sie, Frau Kollegin Dr. Köbberling und die Applausspender der SPD, dies nicht verstanden haben, sagt mehr über Sie als über uns. Gott schütze das ehrenwerte Handwerk vor diesen Menschen. Vielen Dank. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER)
