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Damian Lohr

AfD 28.01.2026 Sitzungen 18/101

Das ist keine persönliche Erklärung!) Ich war bei der Handwerkskammer Koblenz persönliche Referentin des Hauptgeschäftsführers. (Abg. Damian Lohr, AfD: Das ist keine persönliche Erklärung!) Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert – vielleicht kennt ihn noch jemand – weiß, seine Leute einzuspannen. Ich war dort in nahezu alle Projekte und Maßnahmen, die er im Kopf hatte – das waren viele – eingebunden. (Zuruf des Abg. Dennis Junk, CDU) Ich habe Dutzende von Papieren geschrieben, die anschließend unter seinem Namen, wie das nun einmal ist in einer solchen Chefposition, veröffentlicht wurden. (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) Darüber hinaus war ich für zwei Auslandsprojekte zuständig, und darüber haben Sie sich so ein bisschen abfällig geäußert. Ich möchte Ihnen kurz erzählen, was das ist. Das sind Projekte, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert werden, und zwar sind das sogenannte Twinning-Projekte. Dabei geht es darum, unsere deutschen Interessen umzusetzen und Mehrheiten in der EU zu schaffen. Was bedeutet das? Ich war für Rumänien zuständig. Rumänien war damals noch nicht in der EU. Wir sind eines der wenigen Länder in der EU, das ein duales Ausbildungssystem hat. Wir hatten ein Interesse daran, als Deutschland, dass auch möglichst viele andere Länder in der EU dieses duale Ausbildungssystem haben und mit unterstützen. Auftrag des Twinning-Partners HWK war es, mit ähnlichen Verbänden im Zielland Rumänien zu verhandeln und Rumänien in die Richtung eines dualen Ausbildungssystems zu bringen. Das heißt, ich habe in Rumänien mit Regierungsvertretern, mit Verbändevertretern, mit Unternehmen darüber verhandelt und war sozusagen Botschafterin für unser duales Ausbildungssystem. (Abg. Joachim Paul, AfD: Das können die doch übernehmen!) Wie gesagt: finanziert vom BMZ. Das muss doch irgendeinen Grund haben, dass man so etwas macht. Glauben Sie ernsthaft, man schickt zu solchen Gesprächen Menschen, die keine Ahnung haben, keine Ahnung von Wirtschaft? (Abg. Joachim Paul, AfD: Ja!) Das ist wohl selbsterklärend. Anschließend habe ich dann auch noch ein Projekt im Senegal gemacht. Das ist ganz lustig. Das lief nämlich so: Wir saßen in der Referentenrunde zusammen, und der Hauptgeschäftsführer fragte so lapidar: Wer von Ihnen kann eigentlich Französisch? – Ich habe dann ein bisschen unbedarft mein Händchen gehoben, und schon hatte ich dieses zweite Projekt auch noch gefangen und habe auf Französisch im Senegal solche Gespräche geführt. Sehr geehrter Herr Kollege Rieger, ohne Hintergrundinfos so über mich zu urteilen und so auch über die Entwicklungshilfeprojekte zu sprechen, die unser Land damals finanziert hat, ist despektierlich. Sie sind despektierlich, nicht ich. (Beifall der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Steven Wink, FDP) Liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie uns trotz der aufgeheizten Stimmung, die nun einmal siebeneinhalb Wochen vor der Wahl ganz normal ist, miteinander reden und nicht übereinander. Lassen Sie uns ruhig einmal gegenseitig unsere Biografien erzählen und danach fragen, was wir denn eigentlich so gemacht haben in der Vergangenheit, bevor wir Abgeordnete wurden. Ich glaube, dabei wird man nicht dümmer. Schönen Dank. (Beifall der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Steven Wink, FDP)

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