Marco Weber
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte dennoch noch einmal den Punkt aufnehmen, dass wir auf der einen Seite erneuerbare Energien abschalten, auf der anderen Seite direkt daneben erneuerbare Energien wieder aufbauen. Ganz plakativ noch einmal: Wir haben die Biogastechnologie, die 24/7, 3 65 Tage im Jahr Gas produzieren kann. Sie kann elektrischen Strom produzieren, und sie kann zu großen Teilen auch Wärme produzieren. Solche Anlagen schalten wir ab, und direkt daneben bauen wir in großem Umfang Freiflächenphotovoltaik auf. Wir versiegeln Fläche. Wir haben damit auch Fläche aus der Produktion genommen, was die Ernährung anbelangt. Die Flächen von über 20 Jahren sind weg. Wir haben auch nur eine Energieform, die wir auf dieser einen Fläche nutzen können. Es muss der Vorrang sein, zuerst belastete Flächen, Dächer, Parkplätze und Industriehallen, mit Photovoltaik zuzubauen. Die Ergebnisse sind alle schön und gut, was den Zubau der Freiflächen-Photovoltaik anbelangt, aber lassen Sie uns doch auch jetzt diese Energien nutzen. Das muss die Richtschnur sein: die Anlagen, die jetzt errichtet sind, ans Netz zu bringen, zu speichern, 24/7 die Energieform zu transportieren und nicht nur weiter zuzubauen. Von daher auch ein Appell nach Berlin, was die Privilegierung von Freiflächen-Photovoltaik anbelangt: Wir brauchen ein Mitspracherecht der Eigentümer und Kommunen bei der Privilegierung. Was im Jahr 2022 in Berlin auf den Weg gebracht worden ist, unter den Bedingungen, die damals mit dem Ukrainekrieg vorherrschten, muss eine Weiterentwicklung erfahren, sodass Kommunen und Betroffene, sprich Landwirte, mit ihren Grundstücken, gerade was die Privilegierung anbelangt, ein Mitspracherecht bekommen. Das sind die Kraft und der Mut, die wir brauchen, um in den nächsten Monaten die erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Das wollen wir als Freie Demokraten, als Liberale beibehalten und mit Ihnen zusammen im rheinland-pfälzischen Landtag fortführen. Vielen Dank. (Beifall der FDP und vereinzelt bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
