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Matthias Lammert

10.12.2025 Sitzungen 18/98

Nächster Redner ist Abgeordneter Patrick Kunz für die Gruppe FREIE WÄHLER. Abg. Patrick Kunz, Gruppe FREIE WÄHLER: Vielen Dank. – Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! 2,2 % der Landesfläche für Windenergie bis 2032. Diese Zahl sagt nichts darüber aus, wie viel Leistung wir damit tatsächlich erzeugen. Entscheidende Themen wie Repowering, Netzausbau und Speicher kommen in der Debatte viel zu kurz. Der Netzausbau wird nach dem offiziellen Netzentwicklungsplan Strom erst im Jahr 2045 vollständig fertiggestellt sein. Was nützen uns ambitionierte Ausbauziele, wenn der Strom gar nicht dorthin transferiert werden kann, wo er gebraucht wird? Die verkürzte Zeitachse der Energiewende im Land wird dadurch faktisch entwertet. Wir sollten sehr ernst nehmen, was alle fünf Planungsgemeinschaften in ihren Stellungnahmen übereinstimmend kritisieren: Bestehende Regionalpläne geraten unter Druck. Die Ressourcen reichen schlicht nicht aus, um die Aufgaben rechtssicher zu bewältigen. Hier wird ohne Not Druck erzeugt. In Regionen, in denen bereits viel Windkraft steht, entstehen Protestbewegungen, die wir nicht ignorieren können. Akzeptanz ist keine Fußnote, sondern eine Grundvoraussetzung. Wenn wir die Menschen vor Ort verlieren, verlieren wir die Energiewende. (Glocke des Präsidenten) Wir brauchen ein Gesetz, das nicht nur Flächen zählt, sondern Leistung, Netze, Repowering, Speicher, Planungsrealität und gesellschaftliche Akzeptanz zusammendenkt. Sonst laufen wir mit Vollgas in eine Sackgasse. Wir FREIE WÄHLER lehnen den Gesetzentwurf ab. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER)

Protokoll ↗