Marco Weber
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich hatte eben in der Aktuellen Debatte zwischendurch die Blaue Karte gezogen, weil ich ein bisschen sauer wurde. Ich bin jetzt noch saurer und nutze auch bei wenig Publikum die Gelegenheit. Ich habe jetzt fünf Jahre außerparlamentarische Abgeordnete erlebt, die kommen, wenn wir Parlamentssitzung haben, vielleicht einmal zu einem Tagesordnungspunkt – da sind fünf leere Stühle –, machen hier den Klamauk am Redepult, und dann sind sie wieder weg. Sie lassen sich in den Ausschüssen nicht blicken, machen keine Abgeordnetentätigkeit. Herr Schreiner, in Verbindung damit ein Dankeschön an Sie für die Ernsthaftigkeit, mit der Sie als Abgeordneter Ihre Aufgabe wahrgenommen haben. Das aber, was die Kollegen betreiben, hier Redezeit ausnutzen und uns die Welt erklären und die Demokratie madig machen wollen, halte ich für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Liebe Leute, das ist wirklich der Gipfel, was die hier betreiben. Jetzt sind sie wieder alle weg und schaukeln irgendwo ihrem Weinglas entgegen, (Beifall der Abg. Stefan Thoma und Steven Wink, FDP, und vereinzelt bei der SPD) und andere hier im Plenarsaal machen tagtäglich Abgeordneten- oder Regierungstätigkeit. Wir können gern diskutieren, aber von denen lasse ich mir die Welt hier am Redepult nicht erklären, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Vereinzelt Beifall bei der SPD und bei dem BÜNDNIS 9 0/DIE GRÜNEN –
