Stefan Thoma
Es ist ein bisschen erschreckend, wenn ich mir diesen Vorwurf eines ehemaligen Kollegen anhören muss, wenn ich mir überlege, wie lange er schon hier sitzt. Ich bin erst ein halbes Jahr hier. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wenn wir über datengestützte Unterrichtsbewertung sprechen, dann sprechen wir nicht darüber, eine einzelne Note an einen einzelnen Schüler zu vergeben; denn da ist es durchaus richtig, da muss man entsprechend gut begründen und erklären, wie es dazu kommt, dass jemand seine Bewertung bekommt. Übrigens an der Stelle passend zum Antrag: Ein transparenteres Zeugnis, in dem ich die Kompetenzen gezielter ausweise, aus dem das dann auch beispielsweise Eltern oder Arbeitgeber deutlich besser herauslesen könnten – nicht nur das, was ich dem Schüler mündlich mitteile –, würde das effizienter machen. Auch das ist datenbasierte Arbeit. Wir reden hier aber darüber, dass Schulen vergleichbar miteinander sind, und das hat nichts damit zu tun, was der einzelne Lehrer dem einzelnen Schüler für eine Note gibt, sondern damit – – – (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) – Es reicht mit Ihrer Zwischenlaberei hier an der Stelle. Sie haben eben interveniert. Jetzt lassen Sie mich antworten. Wir sind an der Stelle dabei, dass Schulen im Gesamtsystem miteinander vergleichbar sind. Das funktioniert nicht am individuellen Fall eines einzelnen Schülers mit einem einzelnen Lehrer, sondern nur im Gesamtsystem mit dem Gesamtsystem. Wenn Sie an der Stelle keine Daten haben wollen, dann können Sie weiter herumraten oder aus dem Bauch heraus raten, welche pädagogischen Systeme gut sein sollen. (Zuruf von der SPD) Dann sind wir bei dem Punkt, dass das vielleicht politisch beeinflusst ist, wie Sie sich das vorstellen, nämlich das, was gerade sozusagen opportun ist. Nein, wir wollen eine wissenschaftliche, datenbasierte Analyse, und dann kann man sehen, was objektiv am besten funktioniert. Vielen Dank. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
