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Florian Maier

SPD 13.11.2025 Sitzungen 18/97

Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Kein Kind ist wie das andere, und keine Schule in unserem Bundesland ist wie die andere. Deshalb sagen wir, jede Schule und jedes Kind soll das bekommen, was gebraucht wird, um ihr vorhandenes Potenzial voll entfalten zu können; denn Bildungsgerechtigkeit entsteht nicht durch Vereinheitlichung, Bildungsgerechtigkeit entsteht durch passgenaue Förderung. Wir dürfen nicht unterschätzen, wir haben heute mehr Wissen über Lernen, Unterricht und Schule als jemals zuvor. Wir müssen dieses Wissen aber auch verstehen. Wir müssen es nutzen und in konkrete Verbesserungen umsetzen. Rheinland-Pfalz hat sich hier zum Beispiel mit dem Programm „Schule der Zukunft“ schon frühzeitig auf den Weg gemacht. Durch das Startchancen-Programm wurde uns gezeigt, dass es uns gelingen kann, Schulen mit einem hohen Anteil an sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern ganz gezielt zu unterstützen. Wir wollen in Zukunft aber noch mehr passgenaue Unterstützung, die nicht durch Zufall oder Bauchgefühl entsteht. Schulen sollen die Werkzeuge an die Hand bekommen, die sie brauchen, um bestmöglich zu fördern, und zwar auf Grundlage von Wissen. Eine konsequente, datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung hilft uns, alle Ebenen des Bildungssystems zu stärken. Wir nutzen vorhandene Informationen über Lernstände, Fortschritte und Bedarfe zur Unterstützung und Weiterentwicklung. Für die Schülerinnen und Schüler heißt das, Unterricht kann viel individueller gestaltet werden. Sie bekommen Feedback, das ihnen zeigt, wie sie sich entwickeln, und nicht nur, welche Note sie am Ende erreicht haben. Das gibt Lernen Sinn und Richtung und macht Fortschritte für alle sichtbar. Auch unsere Lehrerinnen und Lehrer können davon stark profitieren. Sie können ihren Unterricht gezielter planen, können Lernstände leichter erfassen und dadurch Zeit sparen. Digitale Werkzeuge können Routinen übernehmen und geben damit mehr Raum für das, was am Ende an unseren Schulen wirklich zählt, pädagogische Arbeit und persönliche Begleitung. Auch die Schulleitungen erhalten durch datengestützte Lernentwicklungen einen klareren Überblick über die Leistungsentwicklung an ihrer Schule. Sie können dadurch Ressourcen gezielter einsetzen und Entwicklungen frühzeitig steuern. Das ist moderne Schulentwicklung, die Verantwortung stärkt. Die Schulaufsichten haben ebenfalls ganz neue Möglichkeiten. Mit besseren Daten können sie deutlich zielgerichteter frühzeitig unterstützen. Für die Eltern entsteht mehr Transparenz über die Lernfortschritte ihrer Kinder, und sie können stärker in den Lernprozess eingebunden werden. Das schafft Vertrauen, und Vertrauen ist am Ende die Basis für gute Bildung. Mit diesem Antrag schaffen wir die Grundlage dafür, dass alle Beteiligten im Bildungssystem besser zusammenarbeiten können – zum Wohl unserer Kinder und zum Wohl unserer Schulen. Vielen Dank. (Beifall der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Stefan Thoma, FDP)

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