Gordon Schnieder
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Lieber Herr Staatsminister Teuber, ich habe gar nicht gesagt, dass Sie zu schnell sind. Ich habe gesagt, das ist der falsche Weg. Ich kann die Datengestütztheit auch dann erreichen, wenn ich die Klassenarbeiten benote. (Staatsminister Sven Teuber: Ne, können Sie nicht, können Sie eben nicht!) Genau das brauchen wir, und genau das brauchen die Kinder. Punkt zwei, Grundschulgarantie. Ich wiederhole das gerne noch einmal, das ist nicht nur aus der Sicht des Kindes, so empfinden wir das, sondern auch für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der richtige Weg; (Beifall der CDU) denn ich komme aus sieben Stunden Kita und falle dann bei den ersten beiden Grundschuljahren auf vier Stunden und in der dritten und vierten Klasse auf fünf Stunden. (Staatsminister Sven Teuber: Verpflichtend für alle!) Deswegen sagen wir, wir wollen eine Verlässlichkeit. Wir wollen, dass das von Montag bis Freitag stattfindet, von 8 bis 14 Uhr. (Beifall der CDU) Damit das in diesem Zeitraum auch alles funktioniert, gehört ein kostenloses, gesundes Mittagessen für alle dazu. Dann schaffe ich es in der Stunde, die noch da ist, die Hausaufgaben mitzumachen. Ich sage in aller Ehrlichkeit – ich komme aus dem Grenzbereich –, so gerne ich Fremdsprachen sehe, (Zuruf des Abg. Dr. Oliver Kusch, SPD) lassen Sie uns die Kinder in den Fremdsprachenunterricht an den weiterbildenden oder weiterführenden Schulen bringen. (Zuruf des Staatsministers Sven Teuber) Holen wir ihn aus der Grundschule raus, und gehen wir wieder auf Lesen, Schreiben, Rechnen. Wichtig ist, es ist verbindlich und verlässlich. Das hat nichts mit dem anderen Ganztagsangebot zu tun. Das können wir darüber hinaus buchen. Die acht Stunden bleiben, aber Sie haben den Übergang von Kita zur Grundschule, ich sage gerne bruchfrei auch für die Eltern. Ich war im Sommer an ganz vielen Stationen unterwegs. Mehr als 1.500 Menschen waren dabei, ein Großteil nicht Parteimitglied, die einfach aus Interesse kamen. Dieses Thema habe ich überall offen und deutlich angesprochen. Es war eine Minderheit, die gesagt hat, das ist der falsche Weg. Die Minderheit hat den Punkt aufgegriffen, sie möchten für ihre Kinder selbst kochen. (Abg. Martin Haller, SPD: Aber das ist doch ein Grund!) Das war eine bedeutende Minderheit. Bei den anderen Konzepten stehen die Eltern klar und verlässlich dahinter, weil sie die Verpflichtung sehen, die Verlässlichkeit und den Übergang von Kita zu Grundschule so haben wollen, dass es auch mit ihrer Arbeit und der Familie vereinbar ist. (Glocke der Präsidentin) Vielen Dank. (Beifall der CDU)
