Matthias Lammert
Wir fahren in der Debatte fort. Für die Gruppe FREIE WÄHLER erteile ich Abgeordnetem Patrick Kunz das Wort. 3 Minuten. Abg. Patrick Kunz, Gruppe FREIE WÄHLER: Vielen Dank, Herr Präsident. – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe dem Grunde nach überhaupt kein Problem damit, wenn die Polizeiliche Kriminalstatistik Straftaten in die Unterkategorien legaler und illegaler Schusswaffenbesitz aufgliedert. Doch, Herr Bollinger, man muss sich natürlich auch die Frage stellen: Was nützt das eigentlich? Denn klar ist doch ohnehin, dass die Folgen von Straftaten, die mit Schusswaffen einhergehen, immer gleich bleiben, ob legal oder illegal. Was sich mir ebenfalls nicht erschließt, ist die vermeintliche mediale Dämonisierung von legalen Waffenbesitzern. Es gehört zu unserem Job, täglich Zeitung zu lesen, und da kommt mir viel Kurioses unter. Eine groß angelegte Kampagne gegen legale Waffenbesitzer, gemeinsam orchestriert durch RheinZeitung, RHEINPFALZ und SWR, ist mir aber bislang nicht aufgefallen. Das führt mich letztlich dazu, die Zielsetzung Ihres Antrags zu hinterfragen. Was will die AfD damit bezwecken, so zu tun, als würden legale Waffenbesitzer in Rheinland-Pfalz systematisch kriminalisiert? (Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) Seit wann sollen die Bürger glauben, dass die schweren Jungs im Schützenverein sitzen? Wir FREIE WÄHLER halten diese Debatte für völlig fehl am Platz. Jede Arbeitsstunde, die in eine solche weder zweckdienliche noch aufschlussreiche Unterteilung fließt, sollte besser in die Verfolgung illegalen Waffenbesitzes investiert werden. Der Sportschütze und der Jäger sind keine Kriminellen. (Beifall des Abg. Damian Lohr, AfD) Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es keine Polizeiliche Kriminalstatistik mit neuer Untergliederung und auch keine Sonderauswertung. Wir lehnen den Antrag ab. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER sowie des Abg. Michael Hüttner, SPD)
